2012

Shipwrecked

 

Welle

staubklares Licht des Meeres

riesige Last

der Ozeane

inmitten der Wasserzeichen

droben das Firmament

verspiegelt

in Schaumkronen

die Farben des Wassers

die Äderung der Gischt

die mich fortträgt

 

dort steckt das Leuchten

der Sonne

mein Herz in Flammen

und doch kann nicht löschen den Durst

der Salzkrusten der Zungen

ich verarbeite

meine Rettung

als schiffbrüchiger

dort im Watt

der glitschigen Moränen

die die Tage ertränkten

 

 

 

Otello

 

die Herzwand

spült die Kammer aus

in der wirren Sekunde

kommen die Gedanken

aus der hervorragenden Dunkelheit -

 

wie soll ich lieben Dich

oder wie soll ich

verstehen die Goldmündin

in der verwegenen Nacht

die uns zu gleichem macht

 

kannst du begreifen

durch Grenzen reisen

in die Unterwelt der gelogenen Träume

zum Bestehen

im Metrum?

 

 

 

 

In torch

 

lies mir von den Lippen ab

und weise meine Gedichte zum Licht

ich versuche Dich zu verfolgen

doch nur der Gedanke hält ab vom Lebewohl

 

suche mich zwischen den Metren

und vollführe das Leben mit Genesung

ich spalte die Klafter der Gedanken

zu Deinem gebundenen Herzen

 

kannst Du begreifen

zwischen den Kreisen der Wehmut und Reue

warum wohl das Licht bei uns ist in der Nacht

Du bist unsichtbar

 

Du bist unglaublich wenn ich Deine Stimme höre

ohne zu sehen Deine Münder

der Mund die Zunge verschlungen

die Atemnot

 

zeige mir Deine Bindungen

rechtwinklige Figuren

die mich prüfen

vor meiner Kreuzigung

 

 

 

Hello

 

denk daran

du bist mein eigen

das liebste Wort

und die Herzkammer

schlägt mitten mir

dort wo der

astrale Punkt

in diverse Teile zerspringt

wenn du mich lobest

und tadelst

dir entzwei geh

oder dich berühre

mit meinen gehöhlten Händen

im Scheitelpunkt

der Venus

 

 

 

 

Braining

 

folge mir

dann bleibe

schweige vergeh

oder umgeh

meine Herzuhr

tickt nur für Dich

in seinem edlen Klang

kann es fühlen

die Worte

die nur Dir galten