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 Uwe Kraus


1979, am 17. Februar, wurde ich in Kaiserslautern geboren. Ich machte eine Ausbildung zum Maler- und Lackierer an der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern. Vor Jahren entdeckte ich die Literatur und Philosophie für mich, die mich zwang zu antworten und zu schreiben.
Seit 2003 bin ich Mitglied im literarischen Verein der Pfalz, sowie seit 2006 in der Autorengruppe Kaiserslautern. Neben meinen drei veröffentlichten Büchern bei Bod, dem Fußballbuch, dem Hymnenzyklus "Der Stern des Lebenssinnes" und dem Querschnitt meines Denkens, dem "Liebe/gedichte" - Buch veröffentlichte ich in Zeitschriften für Literatur und Kultur, sowie in Anthologien und zudem ist mein Wirken im Literaturlexikon Rheinlandpfalz festgehalten..
Im April 2009 erschien zum ersten Male ein Buch von mir in einem anderen Verlag.
Mein Werk "Fernwehpassagen"  Gedichte wurde im Saarbrücker Conte Verlag veröffentlicht.  Auch 2010 erschien ein Buch von mir im Conte Verlag: "Brainspotting" ist ein lyrisches Roadmovie, das durch seine biographische und irre Schreibweise zu einem modernen Klassiker werden wird...

Im Jahr 2012 kam ein sechstes Buch hinzu: Gewichte aus der Zwischenwelt, Wintergedichte, Nachtgedichte, vereinen Texte zwischen den Jahren, aus meiner schriftstellerischen Tätigkeit aus dem Zeitraum 2008 - 2012. Ein wahrliches verdichtetes Lesevergnügen, welches zwischen Melancholie und Sprachwitz hin und hertreibt und eine neue Bestandsaufnahme meiner Texte darstellt..  2003 schrieb ich die Ewu.lution, die apokalyptischen Gedichte, die 2013 bei Bod erschienen. Sie sind ausgestattet mit Bildern des Kaiserslauterer Malers Tony Caulfield und spiegeln, da kurz vor einem Psychiatrieaufenthalt geschrieben, größenwahnsinnige und halluzinogene Inhalte, die auf einer Drogenpsychose in vollem Umfang basieren. 2015 ist ein achtes Buch, durch Telegonos Publishing veröffentlicht worden.. Die Buchstaben, in denen ich schwimme, handeln vom Lieben, Glauben und von meiner Art der Verarbeitung, mittels der ich die vielen gelesenen Eindrücke darstelle und verdichte....   Stand 20.02.2015




in torch

lies mir von den lippen ab
und weise meine gedichte zum licht
ich versuche dich zu verfolgen
doch nur der gedanke hält ab vom lebewohl

suche mich zwischen den metren
und vollführe das leben mit genesung
ich spalte die klafter der gedanken
zu deinem gebundenen herzen

kannst du begreifen
zwischen den kreisen der wehmut und reue
warum wohl das licht bei uns ist in der nacht
du bist unsichtbar

du bist unglaublich wenn ich deine stimme höre
ohne zu sehen deine münder
der mund die zunge verschlungen
die atemnot

zeige mir deine bindungen
rechtwinklige figuren
die mich prüfen
vor meiner kreuzigung

(C) Uwe Kraus  2012


schönschreiben

ich habe dich erblickt
meine herzen erdrücken den atem
nur du bist es der mich erquickt--

ewig scheinet der milchmond 
auf die durchfluteten gassen
und es spiegelt das heiße gewühl
der kometen im lichtschlag

ich empfinde hoffnung und erbarme mich mir selbst

ich habe dich gerne
und meine aura trinkt unsere gedankenbrücken

wir norden den kosmos
in uns keimt das gewand der blüten
des frühlings

und nur die fahle aster am grabe
erinnert uns daran:

WIR SOLLTEN UNSERE ZEIT NUTZEN!

 

(C) Uwe Kraus KL, den 25.10.2017


otello

die herzwand
spült die kammer aus
in der wirren sekunde
kommen die gedanken
aus der hervorragenden dunkelheit -

wie soll ich lieben dich
oder wie soll ich 
verstehen die goldmündin
in der verwegenen nacht
die uns zu gleichem macht

kannst du begreifen
durch grenzen reisen
in die unterwelt der gelogenen träume
zum bestehen
im metrum?

(C) Uwe Kraus


lichtzwang

war dies das brustfleisch
eins das apolinisch in die abendsonne schien
in seide, smaragd
da funkelt dismaron

sieh sie tanzen lange in den schritten
auf und nieder
nach außen tanzen sie
aus meinen lidern
nach innen fangen sie wir nie

dort war das licht
dort war sein aug
dort wars das prisma

aus sieben farbgespuckten blut/
sieh da wars das wasser
und ein schiff &
fliessen wir hinweg..

aus zeit und raum in mediona
an sonneblut und mehlwankstein

ein stachel in der spitzen kugel
aus der farbe blut und wasser spritzt

ER.. 
löse
dich

für Paul Celan 
nach der Musik King Crimson Island

 

(c) Uwe Kraus 2002


18. Kapitel: Re- romantik- die Erneuerung des Zyklusses

Wenn man ein eigenes Wertesystem die Irrationalität und Ästhetik betreffend entwerfen will, so gilt es sich Vorstellungen zu machen, die die Idee komplex werden lässt und anschaulich, damit der lesende, künftige Ästhet auch zum Ästheten werden kann.

Irrationalität ist für mich ein universelles Gefühl, das alle Triebe beinhaltet, so z. b. Liebe, Hass, Eifersucht und Glauben.
Der Begriff erstreckt sich durch die gesamte Kunstgeschichte:
Im Prinzip baut alles auf ihm auf: Religionen, Kunstwerke, auch im negativen Sinne Kriege und Herrschsucht, alles Haben und Sein des Menschen deckt sich mit dem Begriff Irrationalität.
Meine Irrationalität ließ ich schon durch den eingangs erwähnten, bildlichen Spruch: Ich glaube an die Natur, also finde ich mich erkennbar werden.
Irrationalität, das universelle Gefühl, wie ich es deute, geht nur im Einklang mit der Entdeckung der eigenen Werte, des Menschen an sich, der in der Natur, in der er selbst durch freudige Erfahrungen und pazifistisches Erleben zum Künstler hin transzendiert.
Dies heißt, er muss durch seine eigenen Werte, die er positiv wählen muss entscheiden, was richtig, was falsch ist, sowie zu einer Entscheidung kommen, die sich für die Natur, für Frieden, Glück, für universelle Grundgegenstände des eigentlichen Grundgefühls der Irrationalität ausspricht.
Ein Ästhet ist meiner Auffassung derjenige, welcher die richtige Entscheidung trifft, der sich von positiven Eigenschaften wie Liebe, an die Natur, an den Frieden und das Glück im Gesamten leiten lässt. Ein Ästhet ist einer, der aus dieser Entscheidung heraus beginnt, mit seiner Auffassung Kunst zu leben d.h.

- die Liebe untereinander zu stärken
- den Glauben an die Natur aufzugreifen
- den Frieden siegen zu lassen

und daraus, aus seiner Entscheidung für die Sache, die ich romantisch nenne, zu leben, zu handeln, wie ein Romantiker, wie ein Mensch der mit Gefühlen umgehen kann, seinen Mitmenschen Freude bereitet und den Hass der Gegenseite, des amoralischen, unbeachtet lässt.
Auch geht es um die materielle Kunst, die aus diesem Gefühl des Irrationalen heraus entstehen soll, also der Philosophie, der Kunst an sich, der Kultur aus der die Reromantik gebildet werden soll.

In meinem Märchen gehe ich näher auf das Verhältnis von Kunst zu Künstler, sowie das Gegenspiel zwischen Künstler und Künstler ein.

Mit dem mehrfach erwähnten Zitat Hölderlins:
Leben die Bücher bald
Will ich auffordern, zum einen zum Schreiben, zum anderen zum Lesen, die beide vergessene Gegenstände der heutigen Gesellschaft sind.

Um dies zu manifestieren, gehe ich auf den ästhetischen Gedanken Fichtes ein,
der Schönheit als eine moralische Erfahrung darstellte: 
Im Kunstwerk selbst, in dem Wahrheit und Schönheit als letzte Zwecke dienen, lässt der Künstler eine Freiheit erahnen, die wiederum höchstes Ziel des Willens, des Menschen darstellen soll, was heißt, dass der Ästhet den ich erkläre, der seine materielle Kunst erschafft, dies tun soll um frei zu sein.
Freiheit ist ein Grundgefühl und dieses fördert den künstlerischen Gedanken meiner Romantik, den ich mit Nietzsches Freude in Verbindung bringe.
Freude, Freiheit, Kunst ergeben das Gesamtkunstwerk der Romantik, das Gefühl der Menschen zueinander, sowie das Gefühl der materiellen Kunst.
Romantik soll Freiheit heißen, Freude und die von mir dargestellte duale Kunst, die hoffentlich zur Wirkung kommt.

La´pour Lárt soll gelebt werden, Kunst um der Kunst willen, Kunst, die durch Kunst entsteht.
Das Miteinander, das romantisch, ästhetisch, freudig, irrational und bejahend gelebt werden soll, soll die Kunst erwecken, die Re-romantik..

Nicht wie Kant meinte, sei alles ästhetisch, was ein Lustgefühl wecke, sondern es sei ästhetisch was Verbindungen untereinander stärkt und daraus ein Gefühl von Wohlwollen, von Zuneigung, sowie von Sicherheit des Zueinander macht.
Ästhetik ist ein Gefühl von Liebe, Liebe zur Kultur, zur Romantik, zu allem großartigen; es ist eine Art Traum meinerseits die Welt in Frieden und Herzlichkeit zu sehen, es ist eine Utopie des Seins, des Wollens, des assoziativen Erlebens, das den Willen Fichtes bestätigt, das die nietzscheanische Freude zum Irrationalen fordert.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Schreibt Hesse in seinen Stufen, ein Zauber, der beschützen soll und stärken; eine Magie, die durch Raum und Zeit mit dem universellen Gefühl, dem Irrationalen den Anstoß gibt: Zahlen und Figuren, als rational abzulegen und durch diesen Schritt mehr zu lernen als je ein Tiefgelehrter wusste, denn wenn wieder gehört wird, was die romantische Welt in Fabeln und Märchen lehrte, wird bewusst werden, wie wichtig mein ästhetischer Gedanke ist.

Die Romantik lebte von Zusammenhalt, Herzlichkeit, und dies ist es, was ich aufzubauen suche, ein Gedankengebäude, das zwei Arten von Kunst beherbergt:
Zum einen die Ästhetik des Miteinander, zum andern die Ästhetik, die aus diesem Umgang heraus entstehen soll.

Angefangen, um sich zu verinnerlichen, was Romantik zu heißen vermag, ist natürlich die Lektüre, das Lesen, das aus diesem Primärtext heraus entstehen muss, dass Wichtigste.
Die Beschäftigung mit Autoren, wie Novalis, Hesse, Nietzsche, Tolstoi und anderen ist unabdingbar.
Dies ist Grundlage für das Verständnis, für das Verhältnis der Menschen untereinander.
Das Schreiben von Gedichten für geliebte Menschen, sowie das selbstständige Erfinden von Märchen für Kinder, fördern die materielle Kunst:
Man kann nicht erwarten , von heut´ auf Morgen einen neuen Beethoven oder Goethe zu erschaffen, doch die Romantik musste sich auch entwickeln, wie ich es zeigte. Deswegen gilt es einen Neubeginn zu schaffen, der den Weltgeist neu erquickt, der uns Stufe um Stufe zum Entstehen einer neuen Kultur trägt, die ich in meinem Märchen utopisch und mit einfachen Mitteln darstellen will!

Doch bei der Betrachtung dieses Märchens, sollte das Lesen zwischen den Zeilen erfolgen, denn es ist mehr als ein Märchen; in ihm steckt der gesamte romantische Zyklus, den ich neu entstehen lassen will. Es ist wie ein Traktat meines Vorhabens zu sehen, zwar utopisch, phantastisch, aber dennoch mit Moral und Appell..

 

(c) Uwe Kraus 2000



liquor

trink.
..dich satt an der natur
ein fetzen grün
dort blau
der himmel

die dinge beginnen immer elektrisch -

(c) Uwe Kraus  2012


Sonntags dachte ich an gott

Wie er aus den adern meines geists einstürmte
Mit pulsverbrannten wangen
Mein herz in stücke sog
Und sog aus das blut und fror das herz und
Log mein leben sei ein kontinent
In den ich schwimmen wollte
Ich glaubte ihm
Er gab die kraft
In meinen geist
Er gab das herz entzwei
Und brannte hinter ihm ein scheibengang
An den sie unser ende hoben
Und dachte er ich sei aus stahl geschnitzt
Aus mandarinen meine haut
Und in mir drinnen
Ein geist den könnt man klauben
Aussen zärtlich des nachts an meinen stirnen
Den kuss ergeben
Und drinnen den verstand erzähmen.
Ich dachte wann
Gehst du aus meinem herz wann gibst du mein innres frei:
Er sagte wenn du nie mehr bei mir warst
So sei
Dann wirst du aus deim haben mich verschwimmen
Und drinnen tausend blitze glimmen
Du bist mein
Und lügst du nun mich an so zünden tausend quellen in deim geist dich an
Dass deine mandarinenhaut nach innen gärt
Und deine muskeln schlaff und tausend reizen sich vermilchen
So sei ich bins der in dir sei.

So kam es immer und nun denk ich sonntags nie mehr an gott.

(c) Uwe Kraus 2003


Ewulogie

die geschichte ist vollster akademischer pracht
nur der hellste stern des zelluloids zerschneidet trug und fantasie

ich ignoriere die bestie in mir
die mich zwingt vorwärts zu gehen
und das rad der zeit vorwärts zu kurbeln

wer beginnt den rhythmus zu verwalten
wenn nicht vater und mutter, die sind tod,
geometrisch bleibe ich als rest.

kann ich nochmals mein leben ordnen
im medium des odiums
bleibt der haarsträubende weg

ich bin verliebt, habe eigentlich keine sorgen
warum auch-
dass einzige was ich mir wünsche ist stabilität

keine träne mehr.
es sind zuviel vergossen worden..

ich will lieben und uns nicht aufgeben-
danke
mein c.

(c) Uwe Kraus 18.11.2017


Jesters tear

See me and you
See skys who break in two
In mirrors and delusion
I will see the last conclusion
The wish is like a thunder call
To get my thoughts just all in all
Or would I be in strongest danger
And live my step from room to door
For a penny or a dime
My rhyme is just sublime
I will follow 
In a next tomorrow.

Can you touch this reveal-
It’s just a seal
Of words
To search the finest pain-
Get refrain-
My heart is calling 
And this is true
Now: see me and you!

(c) Uwe Kraus 29.11.2017


hollywood

ich träume
von dir unentwegt
ich seh
ein bild vor mir
du und ich
es ist alles so
verworren

in körperlosen tönen
und klängen

von weite
wird nie etwas gesagt
von nähe
zärtlichkeit
und liebe
auch nicht

das sind melodien

meines herzens
das tickt weiter
nahbar bist du nicht

wie die zärtlichkeit verwischt

auch hörst du nicht
/ich
wie die brandung
du der fels

auf dem ich stehe
weit im meer

wie ich da stehe

unverbraucht
aufgelöst

seelisch mürbe
und unkonzentriert
ich weiß nicht
was dies bedeuten sollte

das war doch gestern
nicht mehr da..

ob man es trennen kann..
durch die lüge?

 

(C) Uwe Kraus 2008


Märchen

Es begab sich schon vor langer zeit. Vor langer grauer vorzeit, damals als die worte entstanden. Da waren männer und frauen die lebten für das wort das ausgesprochene wort. Auch adam und eva lebten in dieser zeit.

Ich kann sagen dass ich das nur hörte- da ich alles nur irgendwann hörte.

Ich war damals nicht klein und habe auch nicht die zeit mit dem bilden der sprache verbracht.

Ich bin so auf die welt gekommen. Mit der kraft eines meines wortes.
Die menschen verteilen namen aus ihnen werden sätze und dazwischen werden teile neu geboren!

Ich will erklären was ich mir dazu überlegte:

Es war ja da!

Es stand ein stein am wegesrand. Auf ihm fünf zahlen- da nahm ich zahl in den mund..

Habe ich das wort erfunden?

Als erstes waren zahlen da. Dann kamen buchstaben. Dann worte.

Lyrik besteht im namen des wortes aus fünf buchstaben so wie es auf dem stein der weisen steht..

Vor jahrtausenden fingen die menschen an zu sprechen. Sie kreischten wie tiere, was sie zum teil auch waren..

Dann entwickelten sie das bedürfnis nach besonderen tonlagen für bestimmte situationen. Bilder enstanden und wiedergaben der natur und des sehens wurden entworfen.

Es gab keine große zahl-

Alles wurde mit den fingern gegessen. Die bilder malten die menschen mit dem blut der tiere die sie fraßen und die natürlichen farben der blumen, büsche und bäume bildeten ein prisma.

Man verzog die entwicklung, bis die menschen ihre religionen fanden durch das feuer oder der kunst des entzündens der wärme des lebens.
Ich sah in dieser entwicklung die erste mordwaffe, der erste streit, der erste mord den die heiligen dokumentierten.

Es gab kein wort für mord-

Die geschichte beginnt damit:
Ein blitz traf einen baum so entstand licht in der dunkelheit. Die wilden waren geblendet vom feuer und fort war die trauer und kühle

Als kain auf die welt kam waren adam und eva erst 18 jahre alt.. na ja adam war ein halbes jahr älter als eva die hatte er ja aus der rippe geschnitzt. Dann wurde sie schwanger und bekam hunger auf gurken aber auch auf äpfel. Doch der oberon am himmel verbot den apfel im paradiesgarten zu essen- so die biblische anordnung. Auf jeden fall waren adam und eva nicht die ersten höhlenmenschen. Es gab auch kleine lebewesen und neandertaler- vielleicht in israel, dort wo sie herstammten , wo auch der gerichtschreiber ansässig war der eva des raubes und diebstahls des paradiesapfels anzeigte, waren sie die ersten aurechtgehenden wesen.
Eva pflückte den granat nur aus langeweile und weil sie nicht gehorchen wollte. Adam spürte dass sie etwas schreckliches tat und knallte ihr erstmal eine. Sie war nicht in der lage zu realisieren dass der süßsaure hunger kam weil sie launisch und schwanger war.
Eva brach den apfel und adam erschrak. Er hatte auch nicht so gehandelt wie gott es sich vorstellte.
Der oberon sprach im traum in form einer taube zu ihr und sagte sie solle das kind für den apfel opfern, doch sie wollte nicht. Dann kam ihr burn out.
Sie wurde des diebstahls verurteilt und bekam drei monate auf bewährung.
Eva gebar in dieser zeit kain und abel. Eifersüchtig waren die beiden schon im kindergarten aufeinander.
Einst spielten sie mit ameisen- der eine erdrückte dem anderen seine spielgefährten. Der jüngere war immer beliebter bei seinen eltern.
Da kain der erstgeborene mit einem schwarzen herz entstand, war für eva klar dass sie ihn hätte opfern müssen. Abel war brav. 
Eva vorbelastet ahnte nicht was in zehn jahren geschehen würde: kain würde abel erschlagen , dass wusste sie zu dieser zeit noch nicht.

Es begab sich also zu der zeit und kain brachte dem oberon ein opfer, das war diesem aber nicht gut genug und beleidigt wie er war musste kain von dannen ziehen.

Abel schrieb ein gedicht, so herrlich wie keiner es konnte.
Er erfand die worte

(c) Uwe Kraus


E mail an göttin

 

Gefürchtet vor deinem schlag hab ich mich nie. Du warst nie gnädig, eher garstig und kantig, schnittig, lupenrein, doch zum kotzen ist das, was du da scherst im licht.
Ich erwarte mein gehen und deine zukunft im delirandum.
Nobody else but me-
Evermore. This is half past my energy created in a drug called pain anywhere.

Warum muss man sich ergreifen, bestehen, befürworten und verdrehen?
Ich halte die wahrheit nimmer für konkludent. Sie ist einfach gebündelt in einem stoß voller erbrochenem in einem bauwagen zu ehedem..

Diese wahrheit ist: ich werde mich teilen und wiederfinden in meinem abraum meines gigantischen herzens, das schneller schlägt als deines gott.

Du wirst mich zu finden wissen hinter dem baumstamm in den ich die zeilen ritzte rip.- ich bin gekommen um zu gehen, wann kann man dich wiedersehen?

Niemand verfolgt mich wenn ich auf trip durch die straßen lauf.
Auch kein risperdal mit maisgeschmack kann mich zügeln..

Du bist fort, vater aller väter in ewigkeit.

n
.abend---------------------------------------------------------------------------------------

ich erwarte die stunde des mondes, wie blei die ketten der schwere.
Halt mich fest, du kannst das. Du könntest, wenn du begreifst, ein wunder bedeuten. Auch wenn der blutige mond über der stadt schwebt und die sterne funkeln wie astrale- so öffne mein herz, ich komme heim…

Doch nur die schwärze der wildernis im umfeld der träume ist zu begehen wie sehnsucht und lust.

Eine mauer trägt frieden in ihrem keim, denn wir sind alle ziegel von dieser.

Zeilendamast, störende fremde, klingende miniaturen und folgerichtige inhalte wollen bereichern mein hungriges herz-

Ich diene der masse und doch scheint die vergangenheit wie eine reu ohne gabe, ein rabe, eine narbe, ein schmiss.

Ich wollte mitteilen was bewegt und ewig unsere herzen trägt.

Hörst DU die eingebung!

Ich werde eine burg um dein herz bauen!!!-

 

06.06.2016

 

Uwe Kraus


Tunnel for exhibitions
FÜR MEINE LEKTOREN
1.
Der tunnel das tal war dunkel erstickend stieg der saure geschmack der tränen in mir hoch wie kotze doch ich hielt mich an die vorgabe meines mentors- ewiglich verbürgt sich das licht im schacht.. dort ist kalt und klamm UNHEIMLICH:: ANHEIMELND:: auch befremdlich – wenn ich nur so wie goethe verdichte, kann ich dann gedichte?
2.
Klar der sturm das gewitter ein götterfunken von oben – goethe zitiert spinoza und zeitgleich tauchen wesen aus seinem 20000 wörter gewaltigem gesamtwerk.. das triumvirat der dichtung europas gerät ins wanken.-
ich lenke euch in eure schranken..
3.
Märtyrer aus Liebe? Warum sollte man psychopath werden, wenn die verinnerlichung des gedankens nur einzig einer blauen blume entspricht..
Wer liest schon goethe wenn er novalis lesen kann?
Meine aphorismen brechen aus mir hervor wie krachendes eis das dunkel veratmet…
4.
Wenn ich zitiere dann nur der unendlichkeit versprechend, wie wesen hervorbrechend und stille atmend der gebrochenen münder klang..
Opiate in dicken zigarren schwelgend der schwester gleich .. ewiger mut
Glocken tönen der wörter masken- wie epitaphe von ehedem
Wenn celan vom wolkenwagen schreibt auch der muse bereit, so folgt das wallende haar der raucherin…
5.
Um zurück zu kommen auf goethe.. habe sein nichts oder in fromm wiederentdeckt das goldene gesträuch seiner sparsamkeit.. aber auch schnitt der qualle sticht das kraut ist besser als an risiken und nebenwirkungen zu denken, da goethe nur richter war freimauer jurist prokurist philosoph… was hat der eigentlich nicht vers. Standen? Seine frauen? Oder der begehr einer neuen schule die in ewigkeit alles vergibt, wie wenn man wandelt im dunkelen gras der hände mürbe und vergessen ist das grab hinter dem autobahntunnel…

 

Uwe Kraus



die tage gezählt von vorn

 

als ich
dich verlor
oben
am licht
schien dass alles nacht war
dann habe ich die fesseln gespürt
und die maske
dann hab ich dich gespürt
in den höhlen
wie du sanft in mich redest
in einem hauch von alabaster
hing der kelch
aus dem wir alle tranken
dann waren wir frei
und gefangen zugleich
von dem gebet des feuers
das auf uns einprasselt

dass mein lehrer sagte
schliesse dein auglid
es tanzt in dir
der schatten der tänzerin

sie hat schwarzes haar
und einen bunten schmuck
der turban
des kalifs
ich sehe nachbilder
der bibel
wenn es david war
war es ich

war es ich der ihn schreiben sah
war es das bild des feuers

es ist ein spiel der materie netzhaut
ich hörte das sela
und drehte mich in den schlaf
und fing an aus der glut des feuers
zu trinken
die weisheit und
den rauch tief zu inhalieren
ich stieg im traum auf einen berg
und kam von einem hügel hinab

ich stieg auf zum olymp
und schwenkte das feuer

und nach einigen nächten
betrat ich im
traum bibliotheken
so gross wie säle
und begann zu lesen

nach einiger zeit
kam der schierlingsbecher
an mir vorüber

und ich spuckte hinein

Uwe Kraus 2004



Autover.s.schmierer!

 

Wir dichten und reimen durch unsere Hände
entrosten die Karren, polieren
und verbauen Papier mit Klebeband

dann vermengt man den Lack
mit Xiralic und Perlmuttpigmenten
zum Spritzen mit der Kartusche
in graphitgrau, auch meteorblau

denke daran..-
ich habe das gerne gemacht Papa
danke für jedes Erlesen
meiner Gebete!


Eselsfürth

 

wohin willst du

wenn nicht zu mir
zum Licht des Lichtjahres

die vergangene Vergangenheit
speit der Teufel
durch seine apokalyptischen Münder

ich erprobe die Unendlichkeit

wie Honig quillt der Tau
vom Nachthimmel

kannst du in den Weiden
suchen den göttlichen Traum
der mir zuerst zerbarst..

für meinen Vater in Gedenken - in Liebe.

 

Uwe Kraus


Alte schule/

 

Wer bin ich?
Was war ich?
Bin ich weil ich denke oder entfällt dem denken die kraft wenn ich schweig. Das schweigen der lämmer wird ein windtreiben sein, denn wenn der wind die letzte posaune bläst, so wird der nette onkel doc. vom himmel kommen und agenda 2010 und dieses hartz 4 abschaffen: rechter engel linker engel?

Ist alles geschwiegen wenn wir die worte biegen?

Der drache wird für 1000 jahre gebunden!

144000 soldaten ziehen mit der bundeslade vorneweg, die mit ihren spaten die dummheit der menschen begraben. 12 gemeinden 12 stämme, aber auch 7 siegel die gebrochen wurden um den antichrist zu rufen.. ja glaubt man der philosophie ist die siebte posaune eine göttin die den drachen freilassen kann und lösen vom bösen: philo der freund; sophia die weisheit.. ich werde im himmel dieses
Meeres wie auch das luftgrab der milchnen taube die schwarze milch am morgen mit salbei verzehren.

Luftgott, ein abraumfahrer ein ignorant und doch einfach zu mysteriös um zu verstehen, dass ich die fäden lenke, wenn ich mein haupt auf dein haupt senke.. (ich flechte gedanken)

Es beginnt wie gift: liebe. Liebe wäre kafkaesk, wenn sie niemals dazu führen würde sich zu trennen, oder die namen zu benennen..

Ich dachte von morgen, dass dieser tag die stagnation in bildern trägt, doch täuschte mich und vergaß des drachens letzter fraß..

666 die nummer an der ich die nummer in drei speisen vermittle; oder teile ich die auffassung des sternenmannes der wie gabriel das licht unter uns brachte (unter den scheffel). War es prometheus der das feuer schickte, oder war es adam der den apfel brach; wobei die sünde nicht diebstahl, sondern geburt heißt!
Wobei sünde nur dann sünde ist, wenn sie gebrochen, wie kotze aus deinen säureaugen dringt..

Der odem ist pathos ein hauch von frieden, ein primartier, ein sukkulent, oder eine amöbe..

Hister?

Michel de notre dame erklärte: am 31.12.1999 kommt der antichrist/ wobei putin gewählt wurde an diesem tag!

Es wäre fatal oder banal oder so oder so, wenn ich in buchführung, die konten saldiere und die erinnerung blockiere!

Warum bleibt alles?: nimm die blaue pille und du steigst aus der zwischenwelt aus, nimm die rote: you‘ll stay in wonderland!

Die geschichte des horrors beginnt!

Wird sie enden!?
Excel?
Dann, wenn, und, oder; Querverweis disvers magical =wenn;;(wenn;;))

Oder doch nicht:

Formatiere mich, (schreit dieser aufsatz) und du wunderst dich, wenn du verdichtest, wie du dich an die DIN Form richtest!

 

Uwe Kraus, 20.05.2016


opus life (2. Version)

 

dies ist der tag und die geschichte einer vision: wann beginne ich den äther zu trinken, das mahl zu speisen von dem die gerten das brot brechen. niemand wird dieses leben verfolgen - es ist da - der dinge harren die maschinen der geister pathos der gerechte schub- in den nabel der weite der weise... er kam sah und siegte. die strategie war disvers, ein kontinuierliches ergebnis- von dem die verinnerung eine begehung im raum darstellt.. ego manitou ego manitoba.. ich liebe die leise liebe, der opus der acht in der mondphase meines wochenendes der verheißung des regens der liebe-- du bist poesie, ein gift, ein markantes gift der schwingung. wann wirst du mir erscheinen in atemnot und dunklem tod. wir lagen schon tief in der macchia, als du mir meine verwundete verfleischte seele begarbtest. nur du wirst an mich kommen wie wasser und öl- verteidige dich oder du wirst vergehen auf meiner hand; wie wachs schmilzt mir der blüte gesträuch. wann kommt der prägnante moment der herzleiter zum gehirn in der sepsis der wunde? ich werde lernen und verbauen die zellen zu wahr und falsch zu wenn und wenn zu oder und überhaupt: diese zelle der frage werd ich sein & wer wird mir sein. ich sage wenn wir beginnen sollte es sterne regnen und der tau vom boden den werde ich dir in die hände legen, so wirst du mir immer wieder begegnen/ schlafe dann.. und die schwere des ballasts der den kelch füllt wird das gewissen zu eigen.. ich bin ein kontinent und du eine vorgelagerte insel zu der ich tauche, bevor ich dich in watte bausche- wer bist schon du. das DU- was bewegt und sich ewig vorwärts trägt: schlafe, dann beginnt der tag und DU wie ich......

für c.


gleißendes licht

 

wogende nacht
im schattenschlag
der schlieren des regens an der scheibe

ich sah den tropfen zu

wie sie fielen
ohne aufzufallen
vorwärts in der dunkelheit

wie eine kerze erlischt

und wie der morgen
durch die dämmerung bricht

steh ich am wegrain

korpulent meine last
im ausgleich

meiner sorgen
die morgen
vergehen

wie die winde wehen

drehen wir am
beginn einer zeitrechnung

erst fällt die hymne den baum

dann erschlägt die rose
das herz einer frau
dann stiehlt sich
der schwabbelige dunst
in die höh
wie der klotz sorgen

ich drehe am rad
der zeit

wieder und wider wird es nacht

in der kreischenden abendsonne
einer ode pink floyds

und dann seht ihr
mich auf und ab gehen

wie die träume
eingezäunt am fuße des oleanders

amen

Uwe Kraus 2008 aus dem Projekt: "Gedichte und andere Alkaloide"



My dear idea

 

Komm sei glücklich oder entführe mich
Oder verwinde verschwinde
Damit du auftauchst wie ein monsun
Untertauchst kommst in gigametrischer strahlung

Der wilde körper
Der wilde kuss

Die erhebung des endlichen
Ein rhythmus
Der die nacht entfacht

Und mit dem tau erwacht

Es kann sein dass du nicht immer
Mit mir fühlst

Doch wir werden uns erleben
Und in dem monsun ergeben

Wie eine lichtaxt
Erhebt sich die sonne
Im glühenden
Der zwischenwelt

Kannst du mit mir ergreifen
Sieh wie wunder sich begreifen

Ich halt’s herz stur gerade aus
Und aus mir dringt eine metaphysik
Die dich bestückt
Dies sei eine liebe für dich
Ego amo te cum se

für c.l.

Uwe Kraus 11.05.2016


howl

erst vorgestern berichtete mir ein zwerg
in meinen ohren, dass ich mich zügeln sollte,
mich verirren/ nichts desto trotz-
ich bleibe im licht
dem gedeih und verderb
einer neuen erinnerung

kopiert mich wenn ich mich irre,

ich wäre ein dichter wer auch immer 
wenn nicht

Allen Ginsberg gewidmet

Uwe Kraus


 moom

alles wird im
Kosmos dupliziert
in der Vergangenheit
auch des Liedes der Zukunft willen

ich will dass die Macht mit dir ist
beglaubige mein Herz

es braucht so sehr die Bekehrung
in der brauchbaren Diabolik
dieses Gedankenstromes;

es wird dir nicht schaden
mich zu erlaufen
und brauchen

wann wird diese Frage
zum radioaktiven Kern meines Erachtens

equi cum laude summa ludere!!!


Kleinstadtblues

So wollen wir singen den Abschied vom Abstieg, von der Großstadt zum Kaff---

Ich bin hier gestrandet, hab hier nichts zu suchen, die Heimat mein Kleinod an der Autobahn, 65 Kilometer entfernt, durch zwei Baustellen voneinander getrennt.. ich hasse diese gottverfluchte Kleinstadt...

Ich wollt hier nimmer her. Auf der anderen Seite die A6 nach Heidelberg, dort hätte ich hingesollt..
Kultur ist ein Machtbegriff, der hier nur von einer Wasgau Filiale bekleidet wird..

Ich verstehe nicht. Offiziell bin ich seit dem 31. März festgefahren in der Mühle die Leiden schafft.

Fehlt die Leidenschaft.. meine Liebe sitzt dort, ich hier, nimmer die Burg die mein eigen ist, doch getauscht in ein Internatszimmer Haus 5 Ebene 0 Zimmer 2…..

Direkt neben der Raucherecke mein Fenster, gottverflucht.
Das ist der Abstieg in die dritte Liga.. wenn man es mit dem FCK vergleicht… vor einem halben Jahr ist meine Mutter gestorben, vorher nahm sich mein Vater das Leben. Ich vergreise, wenn ich an das blutüberströmte Gras denke in dem er wie biblisch lag.. ich sah Abel vor meinen ugen.. was ist aus mir geworden: ein Demian, ein Goldmund, oder eher Hiob?

Wenigstens wiege ich mich noch in der Bestätigung etwas zu wissen, von dem niemand sprechen würde, auch wenn er wüsste wie gemeint…
ich bin Dichter, Erzähler einer Sprachebene, die weiter scheint als alle Astrale oder Planeten im Andromeda Gebilde einer parallel existenten Koexistenz!

Wie beginnt man zu sprechen, wie bekommt die Stimme ein leben, die man zum Dichten erstellen muss um auktorial zu sein..
Objekt und Subjekt verschwimmen in einer Transzendenz der Metaphorik.
Wann beginnt man das Kind zu stillen, vor allem wo? Wenn nicht da, wo man geliebt wird….

Ich bin geboren um Liebe zu geben, von Anfang an!
Ein Kreis der Empfindsamkeit schließt sich mit der Wortgabelung, wo werde ich hingehen durch eine eventuelle Dialektik?

Ich habe Philosophie und Literatur nur anfängliche 2 Semester studiert, doch wer braucht Wissenschaftstheorie, Theodizee und Logizismus.. Wer würde die atomare Russel' sche Philosophie verstehen.. Ich versuche es durch den Pragmatismus, einer Existenz der Randgebilde meiner Gedächtnisschleifen…

Ich will den Weg zurückfinden auf dem ich substrahiert wurde, durch verschiedene Melodien, vom abschied zum Abstieg ---

 

 

ein Hoch auf die Unzerstörbarkeit

 

Uwe Kraus


the lizard

der Augentraum
ein Lichtwerk im Bleimantel
einer Fassade im Nirgendwo

ich kann dich hören
sehen doch spüren will ich es nicht

du bist ein Zeitmörder
eine Mär von der keiner zeugen mag
du bist mein athletischer Geist
in der Verinnerung meines synaptischen Spaltes

du bist die Kraft die mich beherrscht, spaltet und verführt:

du bist LYRIK

Uwe Kraus

mehr Literatur bei Telegonos Publishing, z.B. in "Lichtwechsel" , oder "Die Buchstaben, in denen ich schwimme"


Drevel

ich wandere den Sonntag entlang
durch matschige Fährten
es folgt ein Moor
dann komme ich
durch den Weg
zu meinem Ziel

es keimt der Wüste
die in mir ist
eine Spinne die gottlos
den Weg an der Decke sucht
ich arbeite mich vor
durch meine Träume

bleib verwegen 
und suchte die Liebste
im kahlen Geäst
dort ist ein Brunnen
ein Quell
der mich erfrischt

und in den Weiden
die ich durchstöbere
findet sich 
ein See 
der Gedanken
die mich nach oben

ziehen wollen
doch:
ich steh reglos
in der Schneise
und verwünsche die Nacht
wenn alles ein Anfang und Ende hat-..

in Gedenken Stefan George "Komm in den totgesagten Park"-

Uwe Kraus 2012.


powered

die Batterien sind leer
Kreislaufkolik in der Bionik

ich halt den Ball flach
oder demontiere ich die Vergangenheit

Du wirst mich erleben
mit Haut und Haar

in der Freiheit steht die Gleichheit
in Erlebnissen
die die vielfache Lichtbrechung
im Prisma meiner Erinnerung zerbrechen

nur die dunkle Seite des Mondes ist unser Ziel

ich halte die Stille getragen
wie auf einem Tablett

so finde mich
ich bin nah bei Dir

 

Uwe Kraus für Christina



level

borrowed the minor
in the deep blue
you´ll never walk alone
open your source
with the force of my day

i´ll be back for all time long

ich hatte recht
verstehst du
ich kann keine Gedanken
durch Lichtbrücken fassen

only this is my break
a half time handling

ich werde vor euch stehen
in der Gegenwart vor dem Grab meiner Lüfte
und weinen um Dein Haar Margarethe

 

Paul Celan gewidmet

zu Todesfuge

 

Uwe Kraus im Januar 2016


Like an

The wizard tells a language
I ever recall

My fascination
Is a thunderball

Ich verstehe dass wir 
Leben oder beben 
Wir werden scheinen

Zusammen werden wir scheinen
Und uns vereinen

Ewig brennt der herzball
Wie ein komet der hienieden geht

Und meine schulden in sich trägt
Kannst du mich verwehren 
Oder mich und dich erklären

Wir sind herz und herz
Eine symbiose die mich und dich verschwimmen lässt
Und niemals unser herz verletzt


Uwe Kraus


morning glory

gestern, es war gestern, oder war es morgen?

Ich übte satisfaktion in meiner umnachtung
am tage wie auch zur nacht
schlichen die feen in meinen gedankenkreisen umher

nur ich verwühle mein hirn
auf dem weg zu mir
ich befinde mich am rande der autobahn
in der schneise dieser annexe

und kollabiere mit meinen ganglien
innnerhalb geschobener schübe

ja, ich wohne hier
und bitte lassen sie mich ausführen

dies ist meine burg
mein haus mein auto

danke, und es sollte bei gott so bleiben


Who do you are

Wer bist du
Was glaubst du zu sein
Wenn ich mir auch noch das hirn
Vermartere und quäle

Ich kenne dich nicht-

Dein herz scheint meines zu kennen
Doch wohl der trugschluss
Eröffnet ein meer voller sagen

Warum nur verbinden sich die gelenke
Unserer körper zu einem

Und warum
Bin ich so leicht in dieses weltall
Hinaus geglitten um dir zu folgern

Wenn auch ich folge dir
So werden wir denselben weg gegehen
Besteint und vielfältig
Die füße uns tragen

Ich hab mir vorgenommen
Nichts schlecht zu reden
Zu verteilen oder mich in der dunkelheit 
Zu verirren

Das ist mein leises versprechen

Uwe Kraus Novivitalis


remote me

in the tiny elementary reflection
i feel fine for the great announce

touch my mouth with silverlips
and feel my sugarplum fingertips

i love to beloved by you
can you answer my reverse
in my remergency

it`s my reaction in affection

your my smile
for a summerwhile

don´t demand
i´ll be busy and slow
remot me 
hold me thrill me kiss me kill us

you´ll be true
my ain true love

Uwe Kraus 2015



beat

der klang-nachhall nach mitternacht-
bestialisch tanzt der mond im lichtwechsel

störrisch find ich mich
den dichter den schreiber

den herzauslöser..

wo ist vater und mutter
von wo kommt der schub

den ich vorfinde
im jetzt der brutalität

meiner fantastik
wer wohl ahndet

die geschmeidige jetztzeit?

Kannst du öffnen meine schwermut
im gegangenen moment..

ich verliere den maßstab 
wenn ich schreibe:

ich bin bruder, liebhaber, bürger
auch dichter im herzen..

so lasst mich tun was immer ich wollte

Uwe Kraus


medley

wen liebst du
liebst du das ich
hinter der fassade
das schmutz im gesicht hat
und dreck
in krusten?
warm beginnt dir die liebe aus dem herzen zu fliessen
wenn ich sagte dass wir uns liebten
ohne dich
zu fragen
geh ich zu staub
und schlage auf deine
glut
wütend wirfst du einen
schatten nach mir
aus marmor
das bild das dein herz darstellt
wen will ich lieben
wenn du weisst was ich zeichnen kann
und fragen hinten im eck stellen will
dann fängt die zukunft uns unter den
aschen der urnen des halbmondes
wie wir die den schlaf telepatierten

und leise mit mühe aufstehen lernten
wenn deine mutter das hört...

ich war im zweifel wie viel liebe
aus den morgen land
deiner seele zu streichen sind

ich streiche dir die beine entlang
und fliege mit dem nebel

weisst du jetzt wem du deine liebe schenken magst
wenn der horizont blau ist
warte ich
am steg
auf tau und eiskristalle der nacht
und schleiche mich zum ast der ader deines seelentraums
wie wenn ich haschisch atme
und trinke den duft der rosen im 
nirgendwo

Uwe Kraus


von innen heraus

aus dem leben eingeschnitten
in eine 
neue parallelwelt

die das leben dreht

bin ich gegangen
gefangen
und habe von innen heraus gesucht
was in mir fehlt
das elexier
der reine wille
es zu schaffen
die dinge aus dem kelch zu tragen
in eine neue dimension
die winzig ist
im kosmos

ihr kosmonauten hört ihr mich
ich rufe dich gagarin
ich sende lebenszeichen
aus dem all
in deinen augkreis
in die faszination
dass es parallel ist

ich trage die dinge aus einem kelch
wie ich rauche
und trinke
und fülle ihn
mit sorgen
und fülle ihn mit not
und singe dazu

ich quäle dich mit mitleid
und schreie zur nacht
und fülle den abend mit schlaf
das ist pakt
ein pakt des ewigen lichts
ich trinke
aus tassen
die milch
und denke von außen heraus
wäre es zeit mit den
universalgelehrten
sich zu schliessen
und den namen
in die geschichte einzumeisseln

alles ist parallel
alles ist

alles geht vorwärts zurück
und so wie es die zeit tut
so wie es der baum
in seine rinden schreibt
das ist das ende 
der universalpoesie
wenn man
die nacht zu tag macht
und den morgen drängt
mit arbeit

ich wachte am grab über die sterne
ich nannte
meine bekannte
sie funkelten
einst wie gagarin
und drehten sich im schweif
wie wenn ich eine tasse
milch drehe
dass hinter ihnen etwas ist

ich beginne morgens mein fleisch
abzuwiegen
und ernähre mich gesund
doch diäten
schneiden das fleisch
an dem es zehrt

universal parallel
ist das denkgebäude des denkens
ich denke gefallene gedanken
die sie vor jahrtausenden
gesponnen
geflochten verweben
in einem moment schwindet die zeit
da geh ich zurück
dann geh ich vor
in den baumstamm 
und zähle die ringe des basts

wenn man nie
mit den materialien
sich einschränkt
dann kommt
man mit einem
male vor die wahl sich 
lebend zu stellen
oder tot 
unterzugehn
ich glaube an poesie
die ein eigenes gedankengebäude
darstellt
ein kelch aus dem wir jünger trinken
eine metamorphose der gedanken
gehüllt in einen cocon der werte
des wortes
dass sie nie zu ende gehen mögen

gelehrt sein heisst
trinken
vom brunnen
der tau klebt ihm am bart
und er kann sich nicht satt trinken
immer noch ein schluck
ich will klug
sein lese bücher
und fresse die seiten
und den buchdeckel
ich schleife mein seelenbild
nach herder
und klopstock
ich singe
am brunnen
und

ICH ZÄHLE DIE STERNE

Uwe Kraus 2004


i´m happy but crazy
follow the ring into the endings of the great wheel in my sky
would you believe it´s dangerous
you´ll my machine in my heart
the motor in the catalysed future
i`m whrapped around your alabaster figure
and my ring
is a great answer to all questions
in the moments of every result
why do you ask my questions
i´m drunken and stoned
you´ll watch me by my side
don´t try to hide
stay my heart alive

Uwe Kraus 12.12.2015


an den pforten der sinne

an den pforten der sinne wandelte ich
zu finden einen neuen schein
ein neues licht
der tunnel das tal
war dunkel und undurchdringbar
der halluzinogene offenbarungsdrang
der weite des tales daß mich umgab
gebunden von schwermut und stimmen
die lauerten überall und wollten mir
daß böse einverleiben
doch mein herz und mein gespalten drang
erhielten den kampf des dämoniums
gott so sagt der götze wohnt in dir
der du nun bist
befreie dich durch den sturm des dunklen apokalyptischen meeres
bedenke der schmerzen des truges
auf das du der sklave deiner selbst wirst
dämonium hölle des wiederbringenden ekels 
der erinnerung der bannung der pforten der grenzen
bin ich noch ich selbst
was ist wahr und was ist falsch?
die realität schwindet und der moment verschwindet
durch die höllen der ewigen nacht
der wächter am tor:
es gibt kein entkommen
logik wird sterben
die moral begräbt sich im eigenen grabe der vernunft
die sklaverei kennt keine grenzen
von gott der ich einmal war
wurd ich zum sklaven
die seele dunkel die geister sterben den sanften tode
der irrgarten wird eines tages weichen
zeichen des irrationalen
des unlogischen offenbaren sich mir
der einsame junge zerstört unaufhaltsam seine träume
bläst mit dem winde
die zeichen der unsinnigkeit
des trüben scheines
der wind spielt in sanfter begegnung
das lied vom alten rosengarten
von bissen eines wolfes
der geteilt mit zwei arten von seelenbildern
das unergründliche sucht
und niemals findet
angekommen an den pforten der bestimmung
tausche ich den mantel der berührung
gegen ein neues altes leben
doch die musik spricht in worten
nicht in melodischen tönen
am himmel die fahne der tapferen
die mich zum assoziativen könig macht
gekrönt und doch geköpft von schlangenwesen
weiß ich mehr von dunklen meeren
übers wasser will ich fortan wandeln
doch gefühle hindern mich daran
gekreuzigt war ich einst durchs rad der wahrheit hexenbanner
nun bin ich ein minnesänger auf suche 
nach freiheit
ewige metapher bleibt das licht des seienden
wesen und kreaturen
spielen das spiel der magie
die weite zerbricht
wird mir nun die krone genommen werden?
bin ich noch der von dem ich erzählt bekam?
lichter glühen auf dem kristallenen schiff
wer bist du fremder frage ich
die antwort wird gestohlen bleiben
in traum und über-ich
unsterblich bin ich neuerdings
denn relativität ist aufgehoben
von kaste zu kaste will ich nun gehen
bis ich wieder bin entblöst
und ewig frei
so wird die feierstunde zu großer zukunft
an den pforten war ich nun
und will niemals mehr zurück
gefühle sollen niemals blenden
das gefühl ein gott zu sein
sei verdammt und abgeschieden
psyche delois
die seelenoffenbarung wird nun sprechen:
geistige umnachtung
seelentransparenz
und heilige erfahrung
ich kann so manches doch verstehen
was viele große vor angst umgehen!
auch reiste ich durchs schlangental
halb mensch halb irgendwas
vergiss die antworten
nur einzig das licht wird zum schlüssel
der ewigen wiederkehr des unsinnes!

doch am ende vergesse ich nie den jungen der mit dem winde sich
verstand der ihn wahrhaft zu beherrschen schien!
er bleibt in der erinnerung der könig des himmels und der gezeiten:

der junge der mit dem wind spielte...

 

Uwe Kraus. Mehr Gedichte in die Buchstaben in denen ich schwimme, sowie auf www.uwekraus.de



in den geiste aufentgestiegen

fing ich an nach dir zu weben 
diesen punkt
verschwommen hin & her zu tauchen die finger aus den scheiten zu verkohlen im sinne doch verschwand
die stimme des seins in einen mantel meiner ohrlamellen
die wie wild in meinen poren blies
nach innen schallte
ein kleines klangbild meiner lieder 
an/ aus und immer wieder

Es schien du wandelst wo ich wandele 
es schien wir flossen zu & einfach zu
hinüber in die grenzwelt
bist du´s der mich erschafft gequickt im leben stählt & aus den
rhythmen meines tanzen tangosein erschleift?
so flossen meine klänge in
rosensinn & mangofarben
in kleine larven die die elfe in mein inneres spie
um daraus einen schmetterling zu keimen

wenn du der schwan meiner lider seist so saug das blut
aus meinen ohren das das männlein
in mich schliff um drunten ein kleines wenig
magensaft zu klauben weils das ist was sie in den
schmetterling ertauchen
sieh mich an wie kannst du mich erretten
einbetten um zu tanzen.. tanzen um mich hin und meinen kleinen
freund im ohr zu garben ihn zu darben
um dein freund in unsrer freundschaft herr zu sein..?

Uwe Kraus 2003 weitere Gedichte über Liebe und Philosophie in "Die Buchstaben, in denen ich schwimme" erschienen bei Telegonos-Publishing Verlag


Hier there

Von wo geht das dopamin in die speichen des rades auf meinen schultern und wo senden die zeichen die nacht in den himmel und wo fängt das kokain seine flügel
Am fastnachtstag
Wenn clowns und habichte den adler fressen wie die maus 
Die mit ihren zungen mein hirn auffrisst
Plural dehnt gott mein lied
Und findet deine liebe zwischen deinen lenden
Auf dem gabentisch aus blut tropft deine ader
Dein geist ist sinner stoff und tag wie sonne dein wort sieht meine rabenbrust azul.

Goldenes fleisch fragt dich warum die demut meiner auen seelenfetzen um dein geist mich führte.

Will es geschehen dass ich dich lieben kann will es gefährlich sein mich in dir zu binden mit dir den kranz der lust zu pfänden und den tag mit musikalien treffen um dann die welt in mich zu schließen den gram ans band zu hängen und den namen meiner tone in die quanten meines licht zu falten
Du bist die liebe die ich drängen will um mich als steppenwolf zu finden um menschen sternen bunden jaspis meiner seelenapsis o du wundergabe meiner sinne..

Everything starts in a moment the breath is told to break the waves beyond the melt around and round to fly ich bin hungrig
Wolfszähne klaffen von meinen traumen du bist die hymne an die nacht..

Lass mich dein krieger sein ein kampftyrann ich will überleben und schmeichle meine kraft dass die tafel der wir speisen mich ans meisterlicht ans licht das durch die matrix bricht--
das ist die wahrheit einer lüge
Verfüge meine blasphemie und finde mich dass eines hertztens ist der antichrist wird kommen uns verführen dich und mich--
die photographie ist unser..
Sonne mond und sterne

Echoes in my ears in my ear in my ear

Travel the past of the secret journeys we`ve lost this night—

In the soulmachine wind breathing healing when we unaccepted and pulp on the row see the arms around my land and kings of strength in secrets
Let me sleep inside youre visions inside youre visions
Hail 
Hail
don´t try to catch the rats
Inside my head

Grap the telegram
Youre postmangun
Pay attention
To rose my friend this can´t be the end
Ending sleep..

Was schläft sich in der zeit zusammen
Wir machen zeit weeee make time

Da hats der wagniswahngepackt
Da hats der wahn gepacht
Six tricks pigs on the sharade way
There is a road to concern the protest

Zion da steht david
Und singt
in meine ohren

Voices voices voices
Tea.r.drops drops drops
I love you

Miracles are in the sun buying an universe in graves
Got my pockets in the waving air and feel the well around my tanks
We go the mirage the diamondroads around the time we´ve chosing an filled magic 
An breaking grave
For the unknown kids in hell
To flew the thunder

Hungry my love for you my mars my stars 
Master of so,lution in time of ending confusion

Like spaceorgasms in the winds
I´m talking two
To you and me
The polution of the signs i´m standing with my pride
Cause yourer taking back masters
Of delusion
chrystal ships
And zauberberge 
Fang ich durch die logik meiner augen
Deiner augen deiner zeichen deiner weisen

Was liegt zurück kann nie mehr sein in meinem farn
Dass diese dattel in sich bricht
Und meine macht mit dir zusammenbricht
Logik
Worüber ich sprechen will
Kann ich schweigen.-.
Oder die wahrheit zeigen um die wellen meiner raben brechen
Legenden singen 
Babylon babylon
Seht wie dieses hohelied in euch dringen will:

Steht auf und heiligt dem könig
Wie die welt sich aus den angeln hebt den samsoin

Sieh

Es ist der kuss des lichtes der kuss der nacht
In meinen bunden sterneseh ich nordens fassen –

Ratten hatten ihre züge eingehaucht und fingen bei den namen an zu singen
Zu singen sing sing mit mir und falle mit den steinen durch die zeit falle durch die zeit
Der löwen
Löwenbrust kamm und prometheus
Hackt nach meiner brust hackt nach meiner nacht

Auge um kain um kain siegt david
Davis
Spürt die nacht
die frau der begehrung
Um die hilfe meiner namen in sich zu spüren

Wellen drops drops drops of m:n

Take ist and raise it
Take ist the raising the hail of the burried kings 
To watch the lions sleep bay night in daylight

Synchron schwingt der skalp des geldes 
An den namen meiner hände
Verschifft es verschifft es
und prüfet bei allen dingen den namen des namens

Es liegt im brauch und in der not dass die vergangenheit der sünden kohlt
Wir brauchen den träumenden tausch der lieben um deinen gebote zu füllen und den namen der sünden zu spülen

Tauscht die liebe die ich sehe reicht hände für den weg des weges 
Wenn
Zion manna von den himmeln regnen lassen kann 
Siom schaut die trübe aus den tassen meiner aggression der ich verfalle
Get up stand great god will come from the waves take everything by see the horizon my warchildsun see stars of arabian see wheels keep turning stars that burnin
We need a revotion by night

I´m a spiritual man in anger an d danger

 

Ab ba


das leben des steppenwolfes

einsam trabte er durch sandige dünen
des lebens undrüssig
der geist schreit : nihilist!
zugleich die seele brennt der hölle glut
warum, so fragt die litanei er nicht sterben
sondern leben will 
die spaltung erhält seinen kreislauf seinen mut
allein kämpft er in sich und zugleich den kampf der titanen
der wettstreit der engel um sein haupt 
der wettstreit gegen die welt
dabei wird keiner zum held 
in seinem kopf hissen sie die fahnen zum letzten geleit
der thor seiner seele schreit:
nimm dich in acht bald ist es so weit
da kommt der letzte held der trauer
und nimmt dir dein leid 
doch die geschichte will´s 
und er kommt an die heilige mauer der wölfe
nur für verrückte spricht sie zu ihm
bekräftigt den drang des wissensdurstes der vergangenheit
beschert das glück der unsicherheit
der durst nach altem sei gestillt der quell
der jugend hat ihn heimgeholt
die kraft schwand bis zum letzten bissen 
eines wolfes tapferkeit
bringt des menschen ewigkeit
er fraß sich selbst in seinen dünen 
die seele brach am end entzwei der wolf allein aus ihm heraus 
die seele aber wanderte zu gott apoll
nun singt sie himmelslieder und vergaß
des wolfes letzter fraß!

Uwe Kraus 2000

weitere Gedichte in die "Buchstaben in denen ich schwimme"

herausgegeben von Telegonos-Publishing Verlag


hello goodbye

Chaos Kopfchaos
Kopfkino
-leitende Algorhythmen

ich hoffe Du gehst mir niemals entzwei…

ohne uns fühlt man sich verloren-
nicht wiedergeboren
einzig Dein Herz das schlägt
Worte in Wechsel trägt--

oder Dir entführe ich..
mich

ich erstelle für Dich ein rasendes Herz
ein Aquarell meiner Augen
die in Deinen beim Küssen verschwimmen
nur die Pupille spiegelt mir Deine Freude

wer Du bist: 
mein Herz mein Herz mein Herz

ich öffne Dir meine Flügel 
und schwimme mit Dir durch die Nacht 
weit mehr als das was Du tust
wird öffnen den Gradmesser meines Körpers
Ich will lieben Dich 
wenn ich darf!!!

Uwe Kraus


Die Tage..

werden kürzer
doch die Träume bleiben.

keiner versteht den Schmerz
wenn er entsteht
und beginnt weh zu tun
warum bleiben die ungebundenen Tränen..

leis rinnt der Sand aus der Urne
in den Flügelschlag der Botin.

es bleiben die Körner ungezählt!
ich musste innehalten -
ein / aus die Atmung

die Zeit streicht das Kalenderblatt von der Wand
die letzten Tage Deiner Neugeburt:

steh auf und erquicke Dich
am Bach an dem die Heiligen tranken-

luftleer ist dein Wunsch 
und traumvoll..
still und warm die aufsteigende SEELE

Für Anita Kraus


Hier ein Märchenbeginn:

Das Märchen vom Mittelalter

Zur Zeit der Burgen und Schlösser, der Könige, Prinzen, Hofnarren lebte eine wunderschöne Prinzessin mit Namen Marie Sophie.
Alle Minesänger des Reiches schwärmten für die funkelnden, diamantenen Augen, für das glänzende goldene Haar der Prinzessin, für ihr wundervoll geformtes kindliches Antlitz, dass einen Zauber von Wonne in sich barg.
Der Hofstaat, die Diener und Bürger des Landes erfreuten sich über ihr engelsgleiches Lächeln, ihren schwerelosen Gang und erzählten, phantasierten von ihrer zuckersüssen Aussprache, ihrer Stimme die göttlich und zaghaft schien.
Doch nicht alle im Reiche waren erfreut von ihrer Schönheit, Reinheit und eben dem engelsgleichen Auftreten!
Der Stiefmutter des Mädchens, einer grausamen, niederträchtigen, rachevollen Herrscherin, missfiel das Wohlwollen, dass auf das Mädchen zu strahlen schien, sie hasste die Anbetungen der Jünglinge, die Marie zu etwas höherem emporgehoben hatten.
Der König, den sie geheiratet hatte, wusste nichts vom Hass der Stiefmutter zu seiner Tochter, da die Böse ihren Neid und ihre Boshaftigkeit vor ihm gut zu verstecken wusste.
Es kam desöfteren vor, dass die Missgünstige Sophie schlug, oder sie in ihrer Kemenate einsperren ließ, oder ihr durch herzlose Beschimpfungen Selbstbewusstsein und Freude nahm.
Marie hingegen traute sich nicht mit ihrem Vater über solch garstige Vorfälle zu sprechen, da dieser seine Königin zu lieben glaubte und durch das Versteckspiel seiner Frau, die Intrige nicht zu bemerken schien, wie schlimm es um das Verhältnis der Stiefmutter zu seiner geliebten Tochter stand.
Die Tochter wuchs heran und wurde mit jedem Tag ihrer Reife schöner und schöner und dies störte die hochmütige Frau des Königs, denn mit jedem Erweis ihres Hasses schien ihr Antlitz zu verblassen, zu altern.
Marie wurde ganz wie ihre leibhaftige Mutter, was Schönheit betraf, aber auch die Intelligenz betreffend, denn ihre Mutter war gutmütig, stark und zuvorkommend in ihrer Regentschaft gewesen; sie gefiel sich nicht in falschen Idealen, sondern war gegen Unterdrückung und für die Befreiung des armen Bauernvolkes.
Der Mutter lag, in der Zeit ihres Lebens auf Erden, dass Volk am Herzen, an ihrem Großen und Liebenden, denn sie war durch die geistliche Erziehung ihres Vaters, eines Paters gelehrt worden, dass das Volk der Ursprung allen Glückes auf Erden sei und dieses sollte sie gut lenken, da Gottes Sohn auch nur ein Volksmann, ein Sohn eines armen Zimmermannes gewesen sei. Ihr Vater laß ihr im Kindesalter die Geschichten und Gleichnisse des Garten Eden, des Ursprunges der Erde, der Geburt Jesu und all jene Gebote, die die Regeln des Lebens beinhalteten; er lehrte sie Nächstenliebe, das Beten und all jene guten Eigenschaften des Glaubens, die sie zu einer fähigen Frau, Mutter und Königin machen sollten. 
Und dies wurde sie; sie gebar im zweiten Jahr ihrer Regentschaft der Liebe, Marie Sophie, die sie nach der Mutter des Himmels, aber auch der Weisheit des Aristoteles und Aquins taufte.
Im dritten Jahr ihrer Gelobigung, ihres Eheversprechens erlitt sie die Leiden der Schwindsucht und erlag zur Missgunst des Volkes an den Schmerzen und dem Übel der Krankheit.
Doch während sie lebte, in diesem einen Jahr, dass ihr zur Pflege und Behütung ihres goldenen Kindes gegeben war, laß sie ihr zur Beruhigung, wenn Marie nicht schlafen konnte, die selben Stellen der Bibel vor, die sie von ihrem Vater zu hören bekam. Sie sang ihr geistliche Lieder und ließ für ihr Kind ein kleines Fußkettchen aus Gold fertigen an dem ein Kreuz mit einem Rubin zu hängen pflegte.



Der Hüter des letzten Geheimnisses

Weit ab von den Ländern des ewigen Krieges lebte einst ein müder alter Mann, der nichts besaß als seinen Geist und einen Sohn, der ihn hütete und viele Male um seinen Vater bangen musste, denn dieser war von einer schrecklichen Leidenschaft geplagt, der des Rausches und der dionysischen Feiern. Der Weingott lenkte seinen Weg, bis in delusionäre Sphären. Der junge musste immer wieder den alten vom Trinken befreien, ihn zügeln, doch sein Vater missachtete die Weisungen seines Sohnes und schickte ihn fort, in die Weite der Länder, da sein Trieb ihn nötigte ihm zu geben und nicht den Worten seines Sohnes Gehör zu schenken.
Der Junge, ein heranwachsender Knabe, der die Leidenschaft des Schreibens besaß, des Philosophierens und Denkens war unbegabt auf alleinigen Pfaden zu wandeln, und so beschloss er in eine Stadt zu gehen, in der er gleichgesinnte zu finden hoffte. Ein langer Fussmarsch quälte seine schmerzenden Glieder und die Steine der Strassen brannten an seinen Sohlen. 
Nach vielen Tagen kam dann der Jüngling in einen Ort namens Portus Magnus an, in dem viele seiner Leidenschaften, so hoffte er, genüge getan würde. Da er keinen Silberling besaß, musste er sich eine Unterkunft suchen, die seinen leeren Taschen entsprach. Er suchte in den Gasthäusern um einen billigen und einfachen Schlafplatz, doch die Wirte jagten ihn sogleich wieder auf die Strasse, auch beim bäuerischen Volk fand er keine Hoffnung. Schon den Tränen nahe setzte er sich an den Rand des Marktplatzes, bis ein Kleines Männlein ihn ansprach, mit hoher und genauer Stimme:

Bist Du neu in der Stadt, auf der Suche nach Philosophien und Orten der Ruhe, des Geistes, auf der Suche nach Weisungen? Du siehst wissbegierig und Müde, Hoffnungslos und zugleich großherzig aus.
Wenn Du einen Platz der Ruhe suchst so folge mir, aber nenn mir zunächst nur Deinen Namen, ich will Dir geben wonach Du suchst!

Verdutzt und zugleich erfreut sagte der Jüngling: Mein Name ist Lux Pacis, ich komme von weit her und suche Hilfe, denn ich finde keine Möglichkeit der Unterkunft, aber ich will mich nicht aufdrängen Dein Gast zu sein.
Lux Pacis ein schöner Name, ein weiser Name, mein Name ist Adventus Fortunis und ich werde Dir in meiner Höhle einen Platz bieten und wenn Du willst werde ich mit Dir Speis und Trank teilen, und mit Dir auf philosophischen Bahnen in Sphären der Geheimnisse dringen, denn Du wirst einmal ein kluger Botschafter. Deine Augen verraten mir Deine Leidenschaften und Dein Drang der schwarzen Wissenschaften, so sprach Adventus, der ihm mit seiner kleinen knotigen Hand zu winkte und ihn aufforderte mit ihm zu kommen.



Metaphysical please wegen John Donne

Es scheint der tag der nacht zu weichen
Den traumwald tag musst in dir reifen 
Wie herzensbild und liebeszagen so stirb
Und hör mein klagen
Die einsamkeit in dir du tag mich über maßen klagt
Es scheint die unendlichkeit liegt in den augenblicken
Die du mit tau und regen willst verrücken
Du bist wie der horizont so fern
So reichet nur der ewge stern 
In dich wegzuglimmen 
Auf andern seiten schimmernd bildern
Auf den himmelsschweifen die nur schweifen
Was die brandung an den kielen in sich klart 
Was du tag in mir weggegart 
Wie mauern voller diamanten auf des eisenherzen
Sind entstanden Einsamkeit und not und pein
Die lust die zärtlichkeit und doch das sein
Der tag die nacht die ewigkeit nur sie ist beständig wie das
Ewge schmerzen.

In dir du tag ward ich geborgen und doch ist´s wieder nacht geworden
Die nacht die nacht da fang ich den stern der fällt von himmeln herab
Auf´s innigste verwoben die materie
Die masken in den baumenwäldern in zauber und in märchenstunden
Auf das die küsse ungebunden
Der tag der tag ist gut und
Sendet seinen strahl weit über meer und plag
Doch ewig müsset in dich sehn der gottesweisling in dich gehen
Die firmamenten baust nur du 
O GOtt wie werden nur die würfel fallen
Wenn fatum in die lüfte schallen
So sei fortuna gottes zionsschwester
Und mästet tage um die wahrheiten zu sehen
Wann unendlichkeit 
Werden wir uns wieder sehen
In urnen bot ich dir den hilfsgesang
In sphären dir den ewgen drang
So küsse mich und lieben will ich dich aus edlem zwang!

Uwe Kraus


Eselsfürth

1.

gegessen die tränen im meer versunken die stadt
in schilf gebrochen der see durch formen des weilers/ 
hier unten liegt atlantis im see sagte der fischer
den ich sah im waldsee den hechten zu angeln.
Ich stieg hinab in schächte in gräber des sees doch was blieb war der trübe himmel über dem tang.
Ich spielte auf der insel des sees grub nach gold im schlamm und forschte mich in den wald hinein auf denen der drachenfelskopf schimmerte im morgenschein.
Im wald spielten wir sangen und spazierten über den klippen
Im wald horchten wir den vögeln den klang nach freiheit ab
Wir pfiffen und spielten bis die glocke erschallte 
Und das abendbrot auf dem tisch wartete/
Es war sommer es war herrlich kind zu sein unschuldig und frei die formen der weiler zu bestöbern mit klingelnden fahrrädern den nachbarn den nerv zu beseelen/
Wir sind jung geblieben/ wir sind/ wir waren da nach atlantis zu forschen wir waren/ ich blieb als letzter indianer und immer noch lausche ich ohne kriegsbeil dem rauschen der felsen dem ruf des morgens dem schall der nacht/
Ich blieb hier in zonen meiner heimat am weiler und sie sind gegangen/ fort in andere städte um zu spielen und lauschen den winden von süden so sitze ich noch immer und warte bis die glocken läuten über dem land meiner heimat und esse die tränen meiner kindheit im wald...

2.

ich aß den sand der tränen und goss die phantasie in die steine
ich spielte im land meiner träume und suche immer noch atlantis im see
wo bist du
rief ich den see hinab ins geröll der felsen
in den baum ohne ast.
Ich lief wie Quixote durch die weiden und grüßte die mühlen doch fand ich ihn nicht den wind.
Ich war überzeugt von geheimnissen die in mir drinnen nach aussen liegend verborgen zu schimmern den mondschein im tal-
-ich sah den frühling ich sah den herbst
ich sah dich sommerkind im winter verrauschen in licht und fallen die blätter.
Ich lief wie Quixote in den kampf:
Und brüllte in die wege des bachs die arme der stauden ich war hier geborgen: BIN ich kind in dir zeit verloren denk ich zurück an den ort an dem ich entsprang:
Ich aß die tränen in luft und zirkulierte mit drachen in lüften.
Du bist da/ heimat:
Soll ich gehen und grüßen dich nicht mehr?
Soll ich gehen in die stadt zu heulen in autobussen und singen auf dächern
Wo ich doch bei dir bin in deinen schlanken linien begrenzt von himmel und ferne begrenzt von bächen/
Ich suche atlantis im staub des wassers immer noch
Und spiele den don in der fabel:
Du indianer kennst mich recht.
Ich kenne dich don wie du die luft singst so bin ich bei dir im nachmittag und auch in der nacht zu fühlen das land gegerbt,
das atlantis/ der spiegel im see/ das ist atlantis.

Uwe Kraus


Mama - als wir am ufer eine perle fanden erzähltest du von der meerjungfrau. als ein blatt am ast sich bewegte sagtest du vom himmlischen kind- und als ich grösser wurde erzähltest du von schlafläusen in der nacht und dann schlugst du mir das kissen auf damit ich besser träumen konnt und als ich dann älter wurde erzählte ich dir geschichten von damals und du lachtest ganz leise vom heiligen geist wenn ein flugzeug vorbeiflog! Uwe Kraus 2004

Plural für Willi Kraus

tags scheuern die Wolken 
am Firmament

Vater wo bist du

wohin gehst du
ins Jenseits
bei dem Licht
dort wo die Biegung die Nacht erhellt
dort könntest du sein

doch ich vergesse niemals dein Bild
grau die lichtscheue Mentalität

fremd führt dich ein Prophet hinauf
in meine Tage, meine Träume

da speichere ich dich
in der Membran

Uwe Kraus 2014


Ohne Titel

es fällt schwer zu arbeiten der Tag geht unter
die Nacht geht auf 
Momente verschwimmen wie Lysergsäure und transformieren in den Cocon der Halluzinationen die ich in mir trage wie wenn der Tod meines Vaters mich zerbrechen wollt 
ich erinnre und einzig das Jahr der vergangenen Sekunden die ich vorwärts bestimmen will

verspürt Frieden in den kalkenden Knochen

Erinnerung:
friss nicht mein Hirn
die Vesikel des synaptischen Spaltes wollen nimmer arbeiten um die Transmitter zu mitteln

Stammhirn und Kortex pulsieren in sonnigen Septembertagen

Wind weht
von Ost nach Nord

es soll kalt werden 
bald stellen sie den Nikolaus in die Aldi Regale
und morgen wird sich entscheiden WARUM
ich hier bin und warum ich Entscheidungen treffe
die mein Vater zerdrückten

ich fühle mich nah an der Psychose
doch wohlfeil
erfährt nur der heilige 
im Zwerchfell die Masse der postmortalen
Psychomotorik

kann mich jemand verstehen
ist jemand da draußen?

Opus morbus
die Krankheit kann kommen
wenn ich es nimmer wünsche
so wie ich mir wünsch meine Vektoren
der Lebenserfahrung zu bündeln
wie wenn der greise Vater da droben steht
& alle Engel Hartz 4 beziehen

friss nimmer mein Hirn

grap the telegram
this is my yop

the battle of agony
will taste the trance

pastmortem

why do you in my eye exploded

folge mir folge mir--

dieser weg führt zum licht
Armageddon

dies ist meine 4. Apokalypse!

Warum wollt ihr nicht begreifen
dass das leben ein Rätsel ist...



Bube

Mein zerrissenes Haupt
Will fallen unter die Häupter
Es spricht die sehnige Stimme
In diversen Tageszeiten
In meinem Skalp begegnen mir Vögel

Sie hacken auf mein Gehirn
So wie der Dichter spricht

Mein Arzt gibt mir Pillen 
Die mir nicht helfen
Doch wer interessiert sich?

Ich bin einer Armut nahe
Du bist bei mir 
Doch folgen mir meine Feinde

Ich errate deine Herzen im Plural
Ego logi lupo?

Ich werde vergesse werden
Im Blechkasten meiner Ummantelung

Opus morbus
Nur die Tageszeitenabhängigen der Widersprüche
In meiner Begegnung
Im falschen Bewusstsein des arabischen Sohnes

Den spür ich in mir verbauen die Brücke zum Horizont

So willst du nimmer mein sein
Wenn ich errate die Bausteine diese Torsos

Nur die Spinnen können mein Leben verspinnen

ICH BIN NICHT BEREIT VERRÜCKT ZU WEDEN

Uwe Kraus Kaiserslautern, den 26.08.2015


Graduate

Ich bin stille
Kein Laut bricht mir durch die Kiemen

Ich erzähle von mir für uns
Wer folgt mir außer der Tod
Wenn er erschattet
Die Felder und Wiesen

Tau tropft von meiner Kehle

Ich verschwinde durch die Tür
Ich bin der Mann hinter der Tür

Komm her reiß mir die Kleider vom Himmel

Ohne dich entschwindet der Komet

Ich will dich gern haben
DU bist die Vergangenheit
Die Zukunft,
das Jetzt--

Uwe Kraus 31.08.2015


c.l.

der Sand in ihren Meeren
der Augen vom Schlaf weg getränt
doch mit der Traumreise
zu ihr zu kommen schier einfach

ich dichte ein Haus auf ihre Brüste 
eine Ahnung die mir mein Hirn zerschlägt
..

Ja sie liebt mich
In dieser verregneten Gasse
Zog sie mich an ihre Lippen

Ich liebe sie
Wie Eis schmilzt mir meiner Gedanken die Brücke
Auf dem Pfad zu ihr!

Nur will ich sie begreifen
Mit ihr durch ferne Grenzen reisen

Will stolz und unentbehrlich sein..

Dann danke für deinen Körperkuss
Denn ich versetze die Geheimnisse
Ihres Lebens in mein Herz-
Wo wohl der Tag beginnt,
wenn nicht für SIE


Wooden heart

Eine Eiche im Wald
Auf der ich mein Herz verewige

Die Rinde wird mürbe
Nur dort wo der Weiher
Den Reinsand benetzt

schling ich dich Haut um Haut

du bist eine Droge die ich eratme
im Kehl zu schwelen dein Herz
in der Narretei einer Mehrheit

der Mehrdeutigkeit..

du bist ein Schuft
ein Liebeslied naht nur den Ruf
deines Körpers

wo soll der Tag beginnen,
wenn nicht bei dir
in unserer Ewigkeit

mein Schatz,
nur Du wirst mich spüren 
nur du wirst berühren

ewiglich schlägt der Puls 
der mich höher zieht
in dein und mein..

28.07.2015


Textura – Datura

Ich hatte Macht
Nett und anschmiegsam
Stieg Deine lodernde Sonne in mir auf

Nur alleine DU,
ja das Du und die Kopfbewegung:

ein Ja verstehe ich,
nur immer in Deinem Atem
der mich schnürt wie eine zweite Haut

langsam erhellt sich mein Aug
- Los: werke an deiner Begabung!
So wie ich Dir
So ich mir
& umgekehrt..

Alleine eines weiß ich,
nachdem ich durch die Zeilen irre:

Ich liebe Dich

16.07.15


LUMP

Es war einfach- zweifach
Mehrfach—

Alles war da,
da ich ja an Engel glaubte
& sie wie ein Komet
In meine Umlaufbahn glitt,
so sah ich fern
die Zweiheit in Einheit.

Den Klang wollte ich 
Nach ihrem Herzen ausrichten

Nur schwebt sie wie ein Meteor
In astralen Himmelswegen:

So klang alles entweder nach Freiheit,
oder Zweiheit

denn da wo ich liebe
da ist mein Herz zu Hause
in dir du Maus…

ich widme ihr dieses Gedicht,
da sie von fern 
den Gefällen
meines Herzens Sinn gibt-
so atme in dieses Gedicht,
wie wenn du beißt in mein Ohr

doch wohl nur DU entscheidest..:

bist du mein 
so ich Dein

Uwe Kraus, den 16.07.15


Paralysed

Every brick over the rainbows
Collaborates with my evolution
No one can touch my visions
Into the dark rise of evil

Just only the click of my tale
Is the reason of demand

Horrible and quick just the kick of my emotion

The earth will calm into my breath

Fortune is an crisis
Only love can kill this

You will be hold by the power
Of my strength
And hold my damaged sign

Into this waterline

Uwe kraus


Hier der Anfang meines ersten Manuskripts aus dem Jahr 2000...

Viel Freude damit!

Reromantisches Manuskript..

Eine Kulturkritik

Uwe Kraus

Zur Einleitung dieses Buches will ich zum einen erklären was Romantik heißt, zum anderen will ich die Struktur dieser essayartigen Schrift erläutern. Dies Buch soll, sofern es gelesen wird eine Neuerung in die philosophische, literarische und künstlerische Denkweise bringen.

Denn was heißt Romantik ?

Romantik ist alles ästhetische, alles künstlerisch Geniale alles phantastische. Der Gedanke beginnt mit Schlegels Auffassungen bei "einem" grossen Homer; er geht über Dantes Göttliche Komödie, über Cervantes Don Quichote bis hin zur deutschen klassisch-romantischen Kunstperiode, die er mit seinen Theorien zur Poesie eröffnet. Der Gedanke des ästhetischen geht von Shakespeare zu Hugo und bis hin in die Neuromantik zu Hesse und Tolstoi. In der Musik kann man eine Entwicklung von Mozart, Haydn, Beethoven bis hin zu Strauss bis hin zu Wagners Kunsttheorie wahrnehmen.
Die Romantik ist eine Epoche die sich nicht einengen läßt.
Sie umfaßt jeden Schritt der Mystik, Magie und Poesie. 
Romantik heißt Kunst, Kunst die heute nicht mehr gebraucht und bekannt ist. Die Gesellschaft hat kein "Schöpferisches Ich" mehr, so wie Fichte es forderte. Sie hat keinen Nietzsche mehr. Aber sie hat die Ideen dieser Denker und Dichter. Warum benutzt man sie nicht um wieder romantisch zu werden?

Dies Buch ist in seinen drei Gliederungspunkten darin bestrebt, einzig und allein die Grundbegriffe im ersten Teil, den Zyklus der Romantik im zweiten und abschließend die Theorie, die Märchenutopie, im dritten Teil darzulegen.

Im ersten Gliederungspunkt werde ich die Begrifflichkeiten des ästhetischen, des poetischen mit praktikablen Beispielen erklären. Ich werde versuchen Pan theismus offenzulegen, Irrationalität zu erläutern. Darüber hinaus werde ich aus diesem gesamten Komplex eine kleine erste vorläufige Theorie bilden, die Frieden heißt. In einem kurzen Rückblick auf Politik, Philosophie und Literatur gehe ich den ersten Schritt in Richtung zweiter Gliederungspunkt.

Der zweite Gliederungspunkt des Buches soll verdeutlichen, was Romantik in geschichtlich-literarischer Funktion bedeutet. Ein lebensphilosophischer Rückblick soll den Zyklus, wie ich ihn nannte, verdeutlichen. Ausgangsposition bezieht dabei Novalis, mein Lieblingspoet, der Schwärmer. Ich will einen Prozess darstellen, der von der klassisch-romantischen Zeit bis hin zur Neuromantik, zur Flower Power-Romantik und auch mir reicht.

Der dritte Teil, die utopische Theorie soll aus romantischer Philosophie, aus Fichte, Schelling und Nietzsche eine assoziative Verbindung eingehen, die nicht suggestiv, sondern praktikabel zeigen kann wie aus einem zerstörten philosophischen, beinahe dekadenten Systeme ein neues romantisches werden soll.

Denn dies ist das Hauptziel des Buches:

Eine Reromantisierung

Einleitend möchte ich eines sagen:

Das Herrliche es kann euch gelingen
Doch es kann nur aus euch selber kommen

Dieses dichterische Exzerpt des Zacharias Werner soll verdeutlichen, dass es an der Gesellschaft selbst liegt, ob man in sich geht und gegen die Konservativität der heutigen Tage ankämpft. Denn (Hesse) : Der Vernünftige rationalisiert die Welt und tut ihr Gewalt an. Er neigt stets zu grimmigem Ernst. 
Ich empfinde in unserer heutigen Gesellschaft nichts als ästhetisch; der Mensch ist zu vernünftig geworden. Dies will ich nun zu ändern versuchen. Auch wenn ich nur am Ende allein dastehe und mir keiner folgen wird, weiß ich, ich habe versucht das Rad der Zeit, das Relative nicht ewig weiterdrehen zu lassen. Das Motto dieser Schrift bezieht sich auf einen Aphorismus, der mir wochenlang, bevor ich anfing zu schreiben im Kopf herumflog. Es ist ein Spruch Nietzsches aus der Götzendämmerung

Nietzsche: Dritte Gewissensfrage:
Bist Du einer der zusieht ? Oder einer der Hand anlegt? Oder der wegsieht, beiseite geht...

Doch eines will ich noch sagen: Hauptsächlich gehe ich in diesem Buche auf die deutsche Romantik ein, denn sie ist der Auslöser gewesen, der auf die anderen Länder herüberspiegelte. Musik und bildende Kunst werden auch in dieser Schrift an zweiter Stelle stehen. Ich sehe meine Theorie vordergründig im literarischen Bereich, obwohl man im romantischen Sinne dies nicht unterscheiden, trennen kann. Doch so gesehen :
Wenn ich philosophische Grundsteine lege, arbeite ich niemals gegen das musikalisch-künstlerische System.Ich wünsche mir auch eine Kunst wie eines Delacroix, Caspar David Friedrichs oder Runges, doch ich kann dazu nur bedingt Einfälle liefern. Ich will einen Universalkünstler der Romantik herauskristallisieren, der in allen Bereichen, wenn er es will, tätig werden kann! Denn dies ist der Hauptteil meiner Theorie, die Geburt eines "Homo Romantikus" an dem Ihr, wenn Ihr wollt, Vorbild nehmen könnt.

Dies Buch entstand, um allen, die sich für Philosophie interessieren, einen neuen Denkweg aufzuzeigen. Für alle, schrieb ich dies Buch, die mit Wittgenstein die Philosophie sterben sahen!

Für die Sache, die Blaue Blume und den neuen Denkweg.

 

Uwe Kraus, Kaiserslautern den 27.6.2000



Rätsel

Donnernd in sich
erzählt der Lustgott von der Verwandlung des in uns zu dir über
du erzählst den steinigen Ring der 
sich rundet in Zeichen und Rätseln-
der Stein der Zeit
die niedere Erklärung des ALSO:
wir bin ich
wenn ich über dir bin in mir?
Wer in mir über dem ich steht 
der steht über sich in sich
wer bin ich?
Ich drehte das Bild
gesalbt
erscheint der Blutsverwandte im Über-sein
in ich verdreht der Dreifaltigkeit:
du stehst gebärtigt im negativen wir bin ich
wenn ich über dir stehe!
ich sprach verdreht 
NIEDER MIT DIR!
HOCH MIT DEM GEFALTETEN ICH
ich bin
du warst.
ich verstand.

Uwe Kraus


Paranoide (Version 2)

ich glaubte die Flügel
des Windes regierte der Fürst der ich sei.

sollte ich mit den Vögeln sprechen
so nur weil ich mein Kopf zerbrach?

triumphiert das Hirn in synaptischen Spalten
die sich erzählen die Übermittlung der Träume?

so soll doch der Gedankensturm
sich stählen immerfort in der Zwiebel der Zeit!

ich verantworte D.ich

in der Gedankenmittelwelt
die ich bildete ohne die Gewichte
der Unterwelt-

ich atme in die Gleichung dieses Gedichts..

ich eroberte, ich zog aus, log und stahl 
dein Herz, während ich meditierte..

am Ende werden wieder 4 Lichter glänzen
doch finde ich mich nimmer zurecht

und erinnere dein großes Herz
mittels meines Poesiebaukasten

Uwe Kraus 2015


blue pill

dread the smell 
of the pills

busy and slow my Emotion.
dreaming skills of agony-

why i should take this chrystal beg
in my Sound

no one read my book into my future
and took the paper Monsters stairways

i´ve found my melody
and it Sound like ebony-
don´t take me away

into the dark side of morrow


Plus

Ehedem verzahnt
Und abgetan
Der Rhythmus der die Nacht umfasst-

Ich wandele schwerelos den Androiden entgegen
Breche vor in eine ferne Galaxie
. Nur ich beherrsche den Weltraum

Die Milchstraße den Kometenhagel
Der Lichtprismen im Leuchtwerk
Folgt mir schreie ich…

Doch sie folgen mir nicht

Siehst du den hellen Mond
Der die Gezeiten wandelt
Fühlst du den Puls unter deiner Haut-

Ich ziehe dich in die Ferne
Die meine Mächte umschreiben

Wer wird sein wenn die Unendlichkeit
In schwache Pole gezogen wird
Und Lichtjahre zu Staub verschwimmen

Bedeckt mich ihr Sonnen
Mit Lithium
Damit ich den Carbonstaub eluiere

Ich verbrenne unter der Ampel der Nacht
Wenn sie mich bricht ob wohl oder nicht!

Uwe Kraus 11.05.2015


Heim

Der tag ist der bruder der nacht
Schläft und wacht
Doch die vermoosten gebirge 
Die in seine sonne ragen
Erheben in mir unbehagen..

So sehr schmerzt der hain der urnen
Und finster die erinnerung
An deine gaben
Nur dein weiches mildes herz
Soll ziehen zu unendlichem

Geh hinauf in dein gebälk
Und finde frieden
Nur wohl klingen die gefolgten schmerzen dir
Die auferlegt im jetzt und hier..
So sehr ergeht ein atemzug

Zu allem schein der aus dir dringt 
Und fliesset in mir dein.
Ich veratme zauber und magie
In mir scheint mein leid zu sein,
doch immer, immer wohnet in mir dein.

Uwe Kraus 10.05.2015

helios

angefangen
die dinge zu multiplizieren
in der art und weise

des lichten nebels

sehen wir
den hauch des altertums

vor uns liegen

in einem krater
pompeijs
oder war das
der beginn der materie

der uns alle ängstigt

ich versteh 
wenn ich mein latinumbuch

aufschlage

hätte ich gelernt
hätte ich das auch hin gekriegt

in meiner vergangenheit
oder?

Uwe Kraus 2009


Fragiles in maniac Albert Ostermaier gewidmet

seht ich habe getötet
und schrei durstig nach blut 
mit unterronnenen augwinkeln schneiden wir saum und haut entzwei um das kochende knochige markfleisch zu fressen/
wir tranken vom eitrigen sud und 
aßen uns satt an seinen adern & bissen das fleisch
in stücken in saugenden strähnen der hirnrinden/
wir frassen uns fest und kosten im 
stuhl seiner mutter die wir mit den händen
erwürgten & fielen die
stiegen hinauf &
hinaus & fragten einander mit den totenkopftattoos 
im herz womit dieser satan im felsen gestrüpp
die leichen verspeiste 
mit salz kochen wir blut &
fressen wie raubtiere
das fleisch &
die augen wie eiweiß schlürfen
die pupillen damits wie kaugummi zum kauen ist 
& fangen mit seiner zunge ein
klein wenig an dir die beine entlang zu wischen
& wenn wir dann richtig bitter 
die ohren geschleckt haben dann werfen wir beide die klippen hinunter
& spülen mit unseren zungen das blut von den körpern
am ende lieben wir uns
bis einer den nächsten
um die ecke dreht um neuen durst 
von augen & zehen zu flexen.

weitere Gedichte bei Telegonos Publishing im Buch: Die Buchstaben, in denen ich schwimme....


Vom kleinen Fuchs

Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in unserer Gegend eine Familie, die hatte eine Katze, die hieß Minette. Die Familie ging sehr oft, da sie am Wald wohnte, spazieren. Die Familie bestand aus einem Papa, einer Mama und drei Söhnen und wie gesagt gingen die öfters spazieren und auch die drei Kinder machten öfters Streifzüge durch den Wald.
Eines Tages bei einem solchen Streifzug entdeckten die drei ein kleines Fuchsbaby, das ganz allein und zurückgelassen lebte und da sie dem Fuchs von geringer Größe helfen wollten suchten sie erstmal nach einer Fuchsmama, doch es fand sich keine und so beschlossen die drei das Fuchsbaby mit nach Hause zu nehmen, da vielleicht ihre Mutter eine Idee hätte die dem Füchschen helfen würde.
Als sie heimkamen fütterten die drei den mini Fuchs und bauten ihm einen kleinen Korb in dem er sich ausruhen konnte.
Tage vergingen und die Mutter gab dem kleinen Milch bis die Familie merkte, daß der Fuchs auch von Minette gestillt werden konnte. Der angeblich in aller Art gefährliche und die Kätzin lebten und spielten vergnügt im Haus der Familie, bis eines Tages das Füchschen traurig wurde weil es seine Artgenossen vermisste. Also weil es so Sehnsucht nach anderen Fuchskindern hatte begab es sich auf Streifzüge durch den Wald, bis es eines Tages einen Fuchs zu sehen bekam. Dieser war aber nicht gerade nett zu unserem kleinen Fuchs da er ihn auslachte weil er nicht in freier Wildbahn lebte wie er, sondern ein Haustier geworden war.
Nach der Begegnung mit dem Fuchs war das Füchschen sehr traurig und ging schweren Herzens zurück zu seiner Familie.
Der Fuchs erzählte Minette was ihm passiert war und diese meinte, er solle dem Fuchs beweisen daß er doch ein ganz toller Hecht sei. Auch sagte sie ihm, daß sie ihm helfen wolle, daß kein anderer Fuchs ihn mehr auslachen würde.
Sie schmiedeten den Plan, daß Minette im nah gelegenen Weiher schwimmen würde, denn das konnte sie, und sie wollte so machen als ob sie ertrinken würde und der Fuchs sollte sie dann retten, damit es so aussah als wäre das Füchschen der Held des Tages und würde von den anderen Tieren hoch gelobt werden.

Und so kams dann auch:

Die Katze Minette schwamm, so daß es kein anderes Tier sehen konnte in den See hinaus und miaute um Hilfe. Der kleine Fuchs tat so als wäre er zufällig an den See gekommen und sprang mit einem Köpper ins Wasser. Alle Tiere, die rings um den Weiher versammelt waren, staunten als der gescholtene Hausfuchs das Kätzchen an Land zog.
Die Kunde war in aller Tiermunde und alle waren stolz und ehrfürchtig wenn sie den Fuchs fortan durch den Wald laufen sahen.
Auch der böse Fuchs der erst über ihn gelacht hatte, zog ehrfürchtig seinen Hut vor ihm und der mini lebte noch ganz lange als Held bei der Kätzin und ihrer Familie.

Wenn ihr vielleicht wissen wollt ob die Geschichte war ist, so muß ich euch sagen, daß das alles bis zu einem gewissen Punkt stimmt. Und wenn ihr fragt, was aus der Familie geworden ist, die den kleinen Fuchs großzog? Nun die lebt noch dort wo sie damals gewohnt hat und ich bin ein Enkel der schlauen Mama, die den Fuchs mit Milch gefüttert hat!

Ende


Märchen FÜR GEORG HEYM

wie die Allgewalt
dieser Stadt
den Gott in mir ruft
so gehe ich übers Eis 
und breche hinein

wenn ich nicht lebe
warum sterbe ich

wenn ich gehe
wieso friere ich

wie alle Sinne
lebe ich nach Effekt
und stehe zu meiner Überzeugung
dass Dinge geschehen
ohne dass sie wissen warum

ich schleiche mich aus dem Haus
um eine Zigarette zu rauchen
und drehe die Luft zu rauch

wenn es hell wird beiße ich
in mein Kissen zu dem ich floh..

Uwe Kraus 2004 www.uwekraus.de



TELLUR

Stoff der edel wie Samt an Deinem Herzen sich bündelt
der voller Geheimnissen die Welt erklärt
doch wer verschwindet?

Ätherdurchtränkt die Nacht
durch ein Gleichnis-

so soll doch der Gaben Tiefe 
einer blauen Blume sich spiegeln

wohl oder nahe sind die Gaben des Teufels

er wendet Dein Herz
wenn auch der Dunst entzückt!

Uwe Kraus 2014


Wort-

Gabelung in den Ganglien
Lamellen die Dir werden
selige worte

heilende Brücken
der Sterne.

die führen zur Helle.

eins werden mit dem Weltraum--
sticht in die Pore die Freiheit.

wie garstig...

ich bin frei

FÜR DICH

Uwe Kraus 2014


Ich ging

umgeben von Mächten
einer anderen Wahrnehmung
und
es war uncool
in diese Dunkelheit zu gehen
denn ich war frei
der Tag ging fort
unter der Brücke
doch die Trübe
der Erinnerung
hielt die Spannung in sich zusammen
ohne die Leere
die von meinen Träumen ausging
zog ich den kalten Entzug vor.
Die Weigerung
der Medikamente
die man immer wieder ausspuckte
blieb
ich war neu erweckt
durch dieses Morgenlicht
das bei Tagesanbruch
zu mir schien.
Der Kreis dieses Lebens
besteht darin
abzuschalten
den Strom zu sparen
und zurück zu gehen
von Anfang an

in diese Tiefe
lässt man sich nicht fallen!

die bekommt man zum Leben..


Bruderhertz 2

deinesgleichen:
vereister Blutdruck
stilles Schweigen
in der Dürre 
der Platanen
ich seh dich rollen
wie eine Walze
du bist unbedarft
und doch verstehen
wir uns
in den verregneten Barrikaden 
des Fußballs 
da schwand der Ball
zellgleich
und stiefmütterlich
im Hauskleid meiner Großmutter
ich hasse deine Aggros
sei cool
und nimm hin

dann kannst du auch geben
vom Fußballsachverstand..

Uwe Kraus 2011


Kraft

die Maschinen im Herzen
pulsieren
wie ein Kompressor-

schneidet sich die Luft
und die Lust

ich mag es zu fühlen
dich zu spüren
wenn du nah bist
wie ein Meteor
der auf mich zu rast..
und mich fest drückt 
in deine Herzwand -

ich fülle das Stundenglas
und es will nimmer der Sand verrinnen
den die Sternschnuppe brachte..

Uwe Kraus 2013


Schmetterling

stromlinienförmig
der Gesang des Windes
in Aufruhr und Hast -
der klingt wie Duft
und lange atme ich
den Trank der Poesie.

Uwe Kraus 2013


An der Peripherie..

dieser Landstraße nie

war ich da
komme auch nicht von ihr
bin nie bei ihr gewesen
doch im Traum seh
ich ihr Bild
wie wenn es immer da wäre
das Auge darüber
die Apokalypse
geteertes Liedgut
einer anderen Art..

entnommen Uwe Kraus "Fernwehpassagen" erschienen im Conte Verlag Saarbrücken 2009



Bio.graphisches

färbt sich
der wald in himmelfarben
das holz kryptisch
existenziell
fliesst
Energie zum sinnen
aus den mündern
in die klingen
mit denen man
die schwerter gegen worte 
tanzen lassen kann!

entnommen:

Uwe Kraus Ewu.lution - Apokalyptische Lyrik Bod 2013


Korn

gewaltig
ist das Gefühl zu springen
in die Dunkelheit
die nie weicht
unter der Pforte des Wegstücks
das nie zu ende gehen mag..


Stirbt liebe

wie lamellen aus bast und
schleifen wie sand im knirschen die zähne
weckt kraft
den stand unserer verbindung biologisch
rhythmisch psychologisch.
links setzt die herzkammer ein/aus..
aus die motoren rotieren rückwärts
aus den mauern deines ichs tritt langsam 
sich und sich
warum kamen wir
an diesen big points spitzen die zu punkten
weniger weg weit weg
spitzen die stacheln den erdbaum von früchten
doch graben die tränen glänzend die schächte zum quell..

was schien wenig lust zu fällen
wie samt ein saum zu brennen
still dazwei zu sagen
unsre liebe fortzujagen
eine mauer in sich herzend tragen
unsere adern folgen kleinen schmerzen hin und her
der nerv basalt und doch so schwer
folgt liebe aus und an
stirbt chaos innerlich und irgendwann:

sieh herzton herzknall
herzkaspar lexikalisch
entscheidungen fallen antiseptisch-
wer liebe stirbt...

Uwe Kraus- entnommen aus Ewu.lution - Apokalyptische Lyrik erschienen 2013 bei Bod.


mondfroh

bin ich dass ich dich verantworte
eine leise euphorie bricht in mir auf.
nur du mein herz atmest bildhaft in die nacht..

wirst du bleiben
kommen gehen
oder divergieren sich meine haupte
um dich zu zähmen

nur voller Sehnsucht und beschwertem odem
bin ich erfüllt dich zu erfüllen,

so wie du es willst

Uwe Kraus


die zeit..

steht still unter der linde
in die ich dein herz verewigte

ich erzähle in bildern
vom abgesang einer liebe

so sieh:
die vergänglichkeit mündet im ton meiner lyrik

doch wohlfeil zerbricht der horizont
im starren steifen gewand einer nebelbank

ich atme dich nochmals ein
und dann ziehe ich die raue luft

meiner kippe ein
und trinke die beginnende nacht

Uwe Kraus


dread

meiner Halt im Universal
ist klein und fraglich

wer werde ich sein
wenn ich aus Staub
entsteige meinem morschen Sarg

oder wird mein Lied unendlich werden
so öffne deine Schleusen 
damit ich die smaragdne Stadt
erkennen werde, die nach unten schwebt

so gott will, 
denn er ist Anfang und Ende

Uwe Kraus 2015


Meile

ein Schritt in die Zukunft
versperrt den Weg nach dort

Wegweiser zeigen und ziehen

geh hinauf
deinen Weg auf der Leiter
& falle hinab,
wenn du angekommen bist!

Denn nun kommt der Schluss
eine Begegnung ins Ich
ein weiter Schritt
in den Abgrund

kann sein dass er auch Glück bedeutet!

Doch wohl obwohl
es bleibt dabei
Mann muss vorwärts schweben
in dieser Wegzeile..

denn sie ist der Schritt zum Ziel
wenn auch der Rückschritt ein Ziel in der Zeit ist -

Uwe Kraus 06.04.2015


Fremder

wer fremd sich fühlt
und verlassen scheint
wird frei, doch nur die Melodie 
wird zwei Körper füllen, 
die die Sehnsucht speisen..

frei, ein schweres Wort,
wie GEDICHT und SEIN

doch nur das Haben des Augenblicks
genügt in der Atmosphäre
dem Philosophen
auch dem Poet,

denn schwere Worte
klingen wie Schall und Schatten 
der einsamen Nacht 
---
wer fremd sich fühlt
und verlassen nimmer scheint
wird frei, doch nur die Melodie
wird zwei Körper füllen,
die die Sehnsucht speisen..

frei, ein vielleicht schweres Wort....

Uwe Kraus.. 2015



Helian

Helian zieht den Himmel zu;

unter der Sternendecke
wollte ich schlafen
auf der Sichel des Mondes ruhn
schöne Dinge tun
doch die Nacht ging unter der Last

ich klebe die Sterne an die Himmel
und erspüre Freiheit
den Frieden der von oben strahlt

nur der Mensch ist schlecht
bricht die Frucht des Baumes
und muss seither sterben..

Gebote sind Verbote

manchmal steht man dann still
und meint dass das Leben unnütz wäre-

wenn der Mensch nur gut zugedeckt sei
vor dem zornigen Vater
den niemand anbeten möcht

in der gedankenvollen weisen Nacht

Uwe Kraus KL, den 11.04.2015


power of delusion

the chrystall ball
is over the cape of the island

we want go back into the future,
doch es geschah:
der höllenengel hörte meine gedanken

es pulsierten meine wangen
während er den segen über mich brachte...

ich bin master of the universe
ego cum esse,

ich will sein 
für D.ich,
die stimmen erdrückten mich

keine hohlräume füllen den kristallkörper!
Ich wünsche,
ich wünsch mir zu folgen...

ich wollte doch so sehr
zog mich die unsichtbare hand zurück..

wir leben auf einer insel im wald
& nur gott 
der die heiligen zeichen schrieb
wird mich ausknocken..

ich bin doch kein idiot!
Ich rastete kurz in den zeilen
bis ich wieder
die gedanken überschlug

Uwe Kraus 12.04.2015